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03.03.2009

Als Schwabmünchen im Bombenhagel versank

Schwabmünchen (cako) - Für Schwabmünchen war der 4. März vor 64 Jahren ein Schicksalstag: 61 Frauen, Kinder und Männer sind ums Leben gekommen, als amerikanische Bomber 1945 wenige Wochen vor Kriegsende die Kommune angriffen, die bis zu diesem Zeitpunkt von Luftangriffen verschont geblieben war.

Viele Menschen wurden durch den Angriff obdachlos, viele verletzt. Innerhalb weniger Minuten wurden ab 10.33 Uhr weite Teile des Ortes, darunter die Pfarrkirche und die Schranne, zerstört. Auch vier Wochen nach dem Angriff glühten in der Schranne noch die Getreidehaufen.

Glockengeläut und Trauerbeflaggung

Morgen gedenkt die Stadt wieder dieses Tages: Zwischen 10.33 und 10.38 Uhr - zu dieser Zeit ging damals der Bombenhagel auf Schwabmünchen nieder - werden in Schwabmünchen die Glocken läuten. An den öffentlichen Gebäuden ist eine Trauerbeflaggung angebracht.

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Ohne die Leute, welche während des Krieges nach Schwabmünchen evakuiert wurden, zählte der Ort etwa 4400 Schwabmünchner. Nach der Bombardierung von Augsburg im Februar 1944 waren 850 Augsburger und weitere 270 Leute aus anderen Teilen Deutschlands in Schwabmünchen untergebracht worden.

Auch Augsburger Firmen waren nach Schwabmünchen verlagert worden - darunter ein Teilbetrieb der Messerschmitt-Flugzeugwerke.

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