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Stadtentwicklung

07.12.2019

Am Brunnen gemeinsam wohnen

Der Brunnenplatz in der Siedlung soll bebaut werden. Was mit dem Brunnen selbst passieren soll, ist noch offen.
Bild: Elmar Knöchel

In der Bobinger Siedlung entstehen zwei Gebäude für junge und ältere Menschen

Am Ende ging es ganz schnell. Einstimmig hat der Bobinger Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung beschlossen, die Planung für zwei Gebäude am Brunnenplatz weiter voranzutreiben. Das Projekt umfasst ein quadratisches Haus mit vier Etagen – und nicht, wie zwischenzeitlich irrtümlich berichtet, mit nur drei Stockwerken – und ein längliches mit zwei Geschossen. Dort soll vor allem Menschen, die bereits länger in der Siedlung leben, ermöglicht werden, Wohnungen zu beziehen. Geplant ist, ein gemeinschaftliches Wohnen von jungen und alten Menschen zu ermöglichen. Gleichzeitig soll großes Augenmerk darauf gelegt werden, dass der Wohnraum bezahlbar bleibt und so auch Menschen mit geringerem Einkommen die Möglichkeit haben, in ihrer angestammten Umgebung bleiben zu können.

Gerade an diesem Punkt gab es in den vergangenen Monaten verstärkten Klärungsbedarf. Trotz mehrfacher Beteuerungen von Bürgermeister Bernd Müller befürchtete die CSU-Fraktion im Stadtrat, dass vermehrt Wohnungen an sozial Schwächere von außerhalb vergeben werden könnten. Denn schließlich hätten gerade ältere Siedler, die ihr Häuschen verkaufen wollen, um in eine der Wohnungen zu ziehen, ein zählbares Vermögen aus dem Hausverkauf. Somit könnten sie bei der Vergabe der Wohnungen leer ausgehen. Dagegen argumentierte Bürgermeister Müller stets, dass ja schließlich die Stadt Bobingen der Vermieter sei und somit bestimmen könne, wer dort einzieht. Dies wurde aber regelmäßig bezweifelt.

Die Wende brachte letztlich ein klärendes Gespräch bei der Regierung von Schwaben. Zu diesem Gespräch hatten Stadtbaumeister Rainer Thierbach und Bernd Müller auch den CSU-Stadtrat Herwig Leiter eingeladen. Es sei nochmals die Problematik angesprochen und seitens der Regierung von Schwaben die Argumentation des Bürgermeisters bestätigt worden. Da auch die CSU der Meinung sei, dass bezahlbarer Wohnraum gerade in der Siedlung dringend nötig wäre, wolle man dem Projekt nun zustimmen. „Wichtig ist, dass Wohnraum geschaffen wird. Vor allem für Siedler, die schon lange dort leben. Nachdem das bei dem Gespräch mit der Regierung geklärt worden ist, werden wir zustimmen“, erklärte Herwig Leiter. Auch Stadtrat Franz Handschuh von der FBU signalisierte Zustimmung, und so erfolgte der Beschluss zur weiteren Planung letztlich einstimmig.

Bürgermeister Müller wies darauf hin, dass im Laufe des Jahres 2020 die Workshops in der Siedlung zur konkreten Gestaltung des Platzes beginnen sollen. In diesen würde entschieden, ob der Brunnen selbst stehen bleiben, versetzt oder abgebaut werde. In dieser Hinsicht sei die Planung nach wie vor offen und man wolle die Siedler in die Entscheidung mit einbinden.

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