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Untermeitingen

09.01.2020

Am Spielplatz in Lagerlechfeld fallen die Bäume

Es ist schon angezeichnet: Viele Bäume um den Spielplatz in der Röthstraße müssen entfernt werden. Das will die Gemeinde möglichst schnell erledigen. Alle gesunden Bäume sollen jedoch stehen bleiben, entscheidet der Gemeinderat.
Foto: Daniel Weber

Viele Bäume um den Spielplatz an der Röthstraße im südlichen Lagerlechfeld müssen entfernt werden. Der Gemeinderat Untermeitingen beschließt auch ein Parkverbot in der Alemannenstraße und will Wahlhelfer großzügiger entschädigen.

Die Bäume am Spielplatz in der Röthstraße in Lagerlechfeld sorgten in der jüngsten Sitzung des Untermeitinger Gemeinderats für Diskussionen. „Es sind alte Bäume, schöne Linden“, berichtete Bürgermeister Simon Schropp. Eine frühere radikale Rückschneide-Aktion der Anwohner habe sie allerdings arg in Mitleidenschaft gezogen.

Bauamtsleiterin Elfriede Lösch informierte den Rat über die Ergebnisse einer neuen Inspektion des Areals: Einige der Bäume seien auf Dauer nicht mehr zu halten. Sieben große und etliche kleinere müssen deshalb entfernt werden, am Schluss blieben nur sechs oder sieben Bäume stehen. Und nicht an allen Stellen dürfe nachgepflanzt werden.

Bis Ende Februar sollen die Bäume am Spielplatz in der Röthstraße gefällt sein

Die Arbeiten sollen am besten schon bis Ende Februar geschehen, empfahl Lösch, denn danach dürfe wegen der Vogelbrutzeiten eine ganze Weile nicht mehr gefällt werden. Und anschließend sei es zu spät: Der Spielplatz, der derzeit neu gestaltet wird, sei bis dahin fertig und könnte durch die Baumfällung Schaden nehmen.

Manfred Salz (CSU) befürchtete, dass die Anwohner wegen der vielen gefällten Bäume Bedenken anmelden würden. Bernd Früchtl (SPD/FDP) ging hingegen davon aus, dass sie eher auch die verbleibenden Bäume loswerden wollten. Er trat selbst für diese Variante ein, damit stand er jedoch allein: „Wir würden ja gegen unseren eigenen Grundsatz handeln, wenn wir gesunde und standsichere Bäume fällen würden“, gab Herbert Riess (Freie Wähler) zu bedenken. Diese Ansicht teilten außer Früchtl alle Räte und beschlossen, so viele Bäume wie möglich stehen zu lassen.

Mehr Parkverbot in der Alemannenstraße

Alemannenstraße Das Parkverbot in der Alemannenstraße wird ausgeweitet. Am Straßenende, das in die Lechfelder Straße mündet, gibt es immer wieder gefährliche Situationen wegen parkender Autos, die den Verkehr behindern und unübersichtlich machen. „Fußgänger müssen dort die Straßenseite wechseln, weil der Fußweg auf einer Seite endet“, merkte Schropp an. Auch Schulkinder seien dort unterwegs. Der Rat entschied sich einstimmig für ein Halteverbot auf den ersten 40 Metern der Alemannenstraße.

In der Alemannenstraße gibt es bereits stellenweise ein Parkverbot. Nun soll es um den vorderen Abschnitt bei der Lechfelder Straße erweitert werden. Dort müssen Fußgänger wegen des endenden Fußwegs die Straßenseite wechseln. Parkende Autos gestalten die Situation derzeit gefährlich unübersichtlich.
Foto: Daniel Weber

Kommunalwahl Wahlhelfer haben beim Auszählen von Kommunalwahlen besonders viel zu tun, weil jeder Wähler viele Kreuze setzen darf. Bei der Kommunalwahl 2014 zahlte Untermeitingen den Helfern deshalb ein sogenanntes Erfrischungsgeld in Höhe von 40 Euro. Bei der Wahl im März soll der Betrag aufgestockt werden: „90 Euro wären eine angemessene Entschädigung“, schlug Schropp vor. Diese Summe sei mit den anderen Lechfeldgemeinden abgesprochen. Der Gemeinderat nahm die Idee einstimmig an.

Sporthalle Der Sportverein Untermeitingen bittet die Gemeinde um mehr Sporthallenflächen. Gemeinderätin Isabella Uhl (Freie Wähler), die auch Vorsitzende des Sportvereins ist, berichtete: „Es gibt zu wenig Hallenzeiten für Abteilungen wie Leichtathletik und Tischtennis.“ Die erwachsenen Fußballer trainierten bereits in den Hallen der Bundeswehr in Lagerlechfeld, aber ob das in Zukunft weiter möglich ist, sei ungewiss und die Anfahrt sei unpraktisch.

Der Ausbau der Schulturnhalle wird diskutiert

Mosler merkte an, dass in der Zweifachhalle der Schule viele Sportspiele und Turniere aus Platzgründen nicht möglich seien. Maximilian Osterried (CSU) sprach sich ebenfalls für mehr Hallenflächen aus – unter anderem, weil attraktive Sportangebote für Jugendliche diese sinnvoll beschäftigten. Im Gemeinderat wurde ein Ausbau der Schulturnhalle angesprochen; der Rat wird die Angelegenheit ausführlich diskutieren, sobald die Verwaltung die entsprechenden Zahlen und Fakten zusammengestellt hat.

Buslinie 712 Über den sehr überschaubaren Erfolg der Buslinie 712 im Lechfeld zeigte sich der Untermeitinger Gemeinderat schon in den vergangenen Sitzungen nicht erfreut. Weil 2020 die Auswertung des Projekts ansteht, wollen die Räte rechtzeitig Verbesserungsvorschläge sammeln. Dafür hat die Gemeinde Fahrgastzahlen vom AVV angefordert. „Der Verbund hat geantwortet, dass er uns derzeit keine konkreten Fahrgastzahlen geben kann, die Erhebung läuft noch bis Ende März“, sagte Schropp. Im April gebe es dann vermutlich die Ergebnisse. „Wir geben hier jedes Jahr viel Geld aus und hatten erwartet, dass wir früher an Zahlen kommen“, kritisierte der Bürgermeister.

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