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29.11.2019

Amazon-Mitarbeiter streiken am Black Friday - auch in Graben

Auch bei Amazon in Graben wird gestreikt.
Bild: Herman Schmid (Symbol)

Am Black Friday suchen viele Menschen online nach Schnäppchen. Die Gewerkschaft Verdi ruft derweil bei Amazon zu Streiks für einen Tariflohn auf.

Der Black Friday ist einer der umsatzstärksten Tage im Online-Handel. Seit einigen Jahren gibt es den Shopping-Tag, der in den USA traditionell am Tag nach Thanksgiving für regelrechte Rabattschlachten sorgt, auch in Deutschland. An mehreren deutschen Amazon-Standorten wollen Mitarbeiter diese besondere Aufmerksamkeit nutzen und sowohl heute am Black Friday als auch am Wochenende und am kommenden Montag, dem sogenannten Cyber Monday, streiken. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi fordern die Angestellten einen Tarifvertrag.

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Streik bei Amazon in Graben: Keine Auswirkungen auf laufenden Betrieb

In der Region wird am Standort Graben gestreikt. Nach Informationen des Bayerischen Rundfunks sollen sich 250 Mitarbeiter daran beteiligen. Das sei der Gewerkschaft zufolge ein gutes Zeichen, im Laufe des Tages gehe man davon aus, dass sich die Anzahl der Streikenden auf 500 erhöhen werde. Wie ein Amazon-Sprecher dem BR jedoch sagte, sei die Streikbeteiligung in Graben gering, es gebe keinerlei Beeinträchtigungen für den laufenden Betrieb.

Laut Verdi wird auch an folgenden Standorten die Arbeit niedergelegt: Rheinberg, Werne (beide NRW), Bad Hersfeld (Hessen), Koblenz (Rheinland-Pfalz) und Leipzig (Sachsen). In Koblenz, Leipzig und Bad Hersfeld dauert der Streik bis in den frühen Dienstagmorgen (3. Dezember) an.

Amazon-Mitarbeiter streiken am Black Friday - auch in Graben

"Amazon bewirbt den Black Friday und den Cyber Monday mit extremen Preisnachlässen. Die Beschäftigten bei Amazon sagen dagegen: Ihre harte Arbeit ist nicht zu Schleuderpreisen zu haben. Sie fordern einen Tarifvertrag für existenzsichernde Löhne und gute und gesunde Arbeit. Amazon muss endlich seine unsägliche Blockadepolitik aufgeben", sagt Orhan Akman, Verdi-Bundesfachgruppenleiter Einzelhandel, laut einer Mitteilung der Gewerkschaft.

Bei Amazon wird seit Mai 2013 in Deutschland immer wieder gestreikt - ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft immer wieder zu Arbeitsniederlegungen auf, die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon lehnt das strikt ab. 

Der Konzern argumentiert, dass die Mitarbeiter Tätigkeiten der Logistikbranche ausüben und nicht des Einzelhandels. Das Unternehmen biete eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik, zudem gebe es Karriere-Chancen und viele Extras, argumentiert Amazon. (AZ/dpa)

Lesen Sie dazu auch: Der Fluch des Black Friday: Warum billig nicht alles ist

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