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Amazon in Graben sollte die Corona-Zahlen offenlegen

Kommentar Von Felicitas Lachmayr
04.12.2020

Plus Verdis Schätzung, 300 Amazon-Mitarbeiter in Graben sollen sich in Quarantäne befinden, ist mit Vorsicht zu genießen. Amazon muss aber reagieren.

Die Zahl, die die Gewerkschaft Verdi in den Raum stellt, klingt erschreckend: Rund 300 Amazon-Mitarbeiter in Graben sollen sich in Quarantäne befinden oder sich mit dem Virus infiziert haben. Doch die Angabe ist mit Vorsicht zu genießen, denn sie basiert auf wagen Schätzungen.

Von einem Corona-Hotspot zu sprechen, ohne die konkreten Infektionszahlen zu kennen, ist gefährlich. Denn es trägt nicht dazu bei, die Pandemie einzudämmen, sondern schürt Panik und führt zu mehr Verunsicherung.

Amazon muss zu Corona Fakten schaffen und Zahlen bekannt geben

Mindestens genauso problematisch ist es allerdings, dass Amazon die Infektionszahlen nicht einfach bekannt gibt. Die Hygienemaßnahmen in Graben mögen gut umgesetzt sein – schließlich liegt es im eigenen Interesse des Konzerns, das Weihnachtsgeschäft am Laufen zu halten. Statt Vermutungen wären jetzt Fakten gefragt. Die könnte der Versandriese schaffen, indem er konkrete Zahlen nennt.

Trotz der nebulösen Umstände legt der Fall aber auch eine Lücke im System offen – nämlich dass Infektionszahlen nur innerhalb von Landkreisgrenzen erfasst werden und die Gesundheitsämter zu wenig zusammenarbeiten. Ob sich daran allerdings so schnell etwas ändert, ist ebenso unklar wie die Frage, wie viele Amazon-Mitarbeiter nun tatsächlich infiziert sind.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Verdi bezeichnet Amazon-Verteilzentrum als „Corona-Hotspot“

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