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23.06.2009

An Röhre für Radler lauert die Gefahr

Mering (AZ) - Es kommt im Meringer Lechfeld ab und an zu Begegnungen zwischen Radfahrern und landwirtschaftlichen Zugmaschinen. Besonders gefährlich scheint die Kreuzung des Radwegs, der nahe der alten Friedenaustraße die B 2 unterquert, mit dem Feldweg, der westlich der Bundesstraße parallel dazu führt. Denn die Radler wähnen sich auf einem vorfahrtsberechtigten Weg. Sie sind es aber nicht, denn ausgangs der kleinen Unterführung steht ein "Vorfahrt gewähren"-Schild.

Dass dieses häufig nicht beachtet wird, brachte nun Johann Wurm, den Vorsitzenden der Meringer Jagdgenossen, dazu, bei Bürgermeister Hans-Dieter Kandler vorstellig zu werden. "Ich habe schon zweimal einen Radler vor meinem Vorderreifen gehabt und auch anderen Landwirten geht es ähnlich", schildert er die Situation. "Manche Radfahrer schießen richtig aus der Röhre, und wir können sie vorher nicht sehen. Dabei fahren wir ja eh schon immer langsam", so Wurm. Es gehe niemandem darum, nur recht zu bekommen, aber keiner der Landwirte will einen Unfall riskieren. "Da würd' ich hinterher des Lebens nicht mehr froh", so Wurm.

Kein weiterer Handlungsbedarf

Nach Ansicht des Verkehrssachverständigen der Polizeiinspektion Friedberg besteht kein weiterer Handlungsbedarf, da durch die vorhandene Beschilderung eine klare Regelung getroffen sei. Die Mitglieder des Bau- und Werkausschusses sahen das anders: Sie suchten händeringend nach praktikablen Lösungen.

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Vitus Lichtenstern ( CSU) schlug Bodenwellen oder Rippen im Fahrbahnbelag vor, um auf die Gefahrenstelle hinzuweisen. Allerdings hätten damit die Skater so ihre Probleme - eine Gruppe, die sich auf diesem Weg ebenfalls gerne tummelt. Und die sich auch an einer unbeleuchteten Barriere verletzen könnte, wie sie Erich Lutz (CSU) anregte. "Strom ist doch oben an der Kreuzung vorhanden, den könnten wir doch herunterlegen", plädierte Lutz für eine Beleuchtung bei Nacht.

Zweiter Bürgermeister Leonhard Erhard schlug vor, ein großes "Vorfahrt gewähren"-Schild im Tunnel auf die Fahrbahn zu spritzen. "Die Radler haben ja die Augen eher am Boden, dadurch sehen sie es gewiss." Auch da war anfangs die Begeisterung nicht allzu groß - "ich schaue beim Radeln nicht zu Boden", so eine Gegenmeinung.

Erst als Georg Schneider ein "dickes erkennbares Hinweisschild auf die Gefahrenquelle" schon am Eingang der Radlerröhre ins Spiel brachte und ihn Sabine Häberle (Die Grünen) darauf brachte, dass auch beide Vorschläge gemeinsam helfen könnten, Unfälle zu verhindern, war man sich im Gremium einig: Die Verwaltung soll jetzt dafür sorgen, dass sowohl das Schild in der Höhe als auch das am Boden angebracht wird.

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