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Bobingen

25.07.2020

Anhaltender Applaus für die älteste Stadträtin in Bobingen

42 Jahre lang saß Waltraut Wellenhofer im Stadtrat von Bobingen. Nun trat die „Grand Dame“ der Bobinger Stadtpolitik aus gesundheitlichen Gründen ab.
Bild: Elmar Knöchel

Plus Nach 42 Jahren verlässt Waltraut Wellenhofer den Bobinger Stadtrat. Bei einer emotionalen Abschiedszeremonie vergab der Rat erstmals einen besonderen Titel.

Einen sehr emotionalen Moment gab es zu Beginn der letzten Stadtratssitzung vor der Sommerpause. Mit gerührter Stimme verabschiedete Bürgermeister Klaus Förster die langjährige Stadträtin Waltraut Wellenhofer.

In einer kurzen Ansprache bedankte er sich bei der „Grand Dame“ der Bobinger Stadtpolitik. Er zählte auch die lange Liste ihrer Ehrungen und Auszeichnungen auf. Um sie zu würdigen, vergab der Bobinger Stadtrat erstmals den Ehrentitel „Altstadträtin“. In einer kurzen Rede verabschiedete sich Waltraut Wellenhofer dann von ihren Kollegen. „Ich habe mich mit allen gerauft und gestritten, aber danach auch Kompromisse geschlossen. So bin ich halt“, waren ihre versöhnlichen Worte. Sie schloss auch alle Mitstreiter auf ihrem politischen Weg ein, „die mittlerweile nicht mehr da sind“. Damit geht in Bobingen eine Ära zu Ende.

Waltraut Wellenhofer tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück

42 Jahre lang war Waltraut Wellenhofer nicht aus der Kommunalpolitik in Bobingen und aus den Reihen der Freien Wähler wegzudenken. Ihre Stadtratskollegen würdigten sie zum Ende ihrer Abschiedsrede mit langem, stehenden Applaus. Zum Dank für ihre jahrzehntelange Arbeit erhielt Wellenhofer nicht nur den obligatorischen Blumenstrauß, sondern auch eine Dauereintrittskarte für alle zukünftigen kulturellen Veranstaltungen in Bobingen. Nun übergibt sie ihr politisches Vermächtnis, aus gesundheitlichen Gründen, in jüngere Hände. Im Anschluss an ihre Verabschiedung wurde als Nachrücker Martin Gschwilm, stellvertretender Vorsitzender der freien Wähler, vereidigt. Danach ging die Versammlung zur Tagesordnung über, während Altstadträtin Waltraut Wellenhofer auf dem für sie noch ungewohnten Zuhörerplatz die weitere Sitzung verfolgte.

Nach eigenen Angaben sind es hauptsächlich gesundheitliche Gründe, die Waltraut Wellenhofer zur Aufgabe aller ihrer politischen Ämter bewogen haben. Zuletzt hat sie auch die Führung des TSV Straßberg abgegeben. Vor allem ein schwerer grippaler Infekt zu Beginn des Jahres hätte sie sehr viel Kraft gekostet, erklärte sie im Gespräch mit unserer Zeitung. Da habe sie dann gemerkt, dass es Zeit sei, etwas kürzer zu treten. Mit einem verschmitzten Lächeln beantwortete sie die Frage, warum sie denn nach 42 Jahren noch einmal für den Stadtrat von Bobingen kandidiert habe.

Ein bisschen Taktik war bei der Kandidatur schon dabei

Ein bisschen Taktik sei da schon dabei gewesen, gibt Waltraut Wellenhofer zu. Denn durch ihre Kandidatur hätte sie in Bobingen doch noch viele Stimmen für die Freien Wähler einfahren können. Und so habe sie dann letztlich auch den Weg für ihren Nachfolger im Amt, Martin Gschwilm ebnen können.

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