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08.10.2009

Aquamarin: Eintritt ist ab sofort teurer

Bobingen Das Bobinger Frei- und Hallenbad Aquamarin erfreut sich nicht nur bei der einheimischen Bevölkerung, sondern auch bei Gästen aus dem Umland großer Beliebtheit. Angesichts des steigenden Defizits sah sich die Stadt nun aber gezwungen, die seit dem Jahr 2000 nahezu unveränderten Eintrittspreise anzuheben. Mit einer moderaten Erhöhung soll das jährliche Minus von rund 400 000 Euro um rund 40 000 Euro reduziert werden. Das zeichnete sich bereits vor der Sommersaison ab, damals gewährte die Stadt aber Badegästen noch einen Aufschub (wir berichteten).

Überlegungen zu neuen Anreizen

Einstimmig folgte der Stadtrat der Empfehlung des Werkausschusses, die Bädergebühren mit Wirkung zum 1. Oktober anzuheben. Damit kostet künftig eine Einzelkarte für Erwachsene im Hallenbad drei Euro und im Freibad 3,50 Euro. Alle anderen Preise wurden analog zwischen zehn und 15 Prozent angehoben. Außerdem wird der Preis für die Aquafitness-Angebote von einem Euro auf zwei Euro erhöht.

Natürlich sei eine solche Preiserhöhung unpopulär, meinte SPD-Fraktionschef Edmund Mannes. Aber die Bobinger Bäder seien im Vergleich immer noch günstig. Angesichts des steigenden Defizits sah auch Ferdinand Seitz (CSU) keine Alternative zur Preisanpassung. Seiner Meinung nach sollte jedoch Kosteneinsparpotenzial geprüft und die Attraktivität des Hallenbades gesteigert werden, um durch zusätzliche Besucher das Defizit verringern zu können. Ebenso regten er und Helmut Schwalber (FBU) an, für Bobinger Bürger Sonderkonditionen zu gewähren. Letzteres, so erklärte Werkleiter Manfred Geier, stoße aber in der Praxis auf Probleme. Er riet davon ab. Attraktivitätssteigerungen seien zwar angedacht, jedoch angesichts der Wirtschaftskrise momentan zurück gestellt. Bürgermeister Bernd Müller gab zudem zu bedenken, dass jede neue Investition zunächst einmal das Defizit weiter ansteigen lasse.

Laut Waltraud Wellenhofer (Freie Wähler) brauche sich Bobingen mit seiner moderaten Erhöhung der Bädergebühren nicht zu verstecken, da die Stadt beide Bäder auch in schwierigen Zeiten offen gehalten habe. Sie warnte allerdings vor einer unterschiedlichen Preisgestaltung für auswärtige Besucher, da das Freibad allein mit Bobinger Bürgern nicht ausgelastet werden könne.

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