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Bobingen

07.03.2016

Asylbewerber schlägern sich im Bobinger Hallenbad

Zu einer handfesten Auseinandersetzung kam es am Sonntag im Bobinger Hallenbad. Zwei afghanische Gruppen aus Königsbrunn und Kleinaitingen gerieten in einen Streit, bei dem auch die Fäuste flogen.
Bild: Fred Schöllhorn

Bei einer Auseinandersetzung zweier afghanischer Gruppen aus Königsbrunn und Kleinaitingen fliegen die Fäuste. Fünf Streifenwagen und ein Diensthund werden eingesetzt

„Warum es zu der Randale gekommen ist, kann momentan noch nicht gesagt werden“, sagt Bobingens stellvertretender Polizeichef Helmut Kleber. Aufgrund großer Sprachprobleme sei eine Verständigung mit den Asylbewerbern kaum möglich gewesen. Es handelte sich laut Polizei um zwei Gruppen Afghanen aus Königsbrunn und Kleinaitingen, die sich wohl untereinander kannten.

Wie die ersten Ermittlungen am Einsatzort ergaben, war der Streit zuvor bei den Sonnenliegen im Hallenbad ausgebrochen. Zeugen sollen offenbar beobachtet haben, wie einer der Asylbewerber einen anderen mit der Faust schlug. Das Personal verwies die Afghanen daraufhin des Bades.

Doch in den Umkleidekabinen ging der Streit weiter. „Nachdem plötzlich lautes Geschrei und auch Hilferufe aus den Kabinen zu hören waren, wurde die Polizei alarmiert“, schildert Kleber den weiteren Ablauf der Auseinandersetzung.

Asylbewerber schlägern sich im Bobinger Hallenbad

Noch bevor die Polizei eintraf, schlug nach dem derzeitigen Ermittlungsstand eine Gruppe von vier Asylbewerbern offenbar denjenigen, der zuvor bei den Solarliegen einen anderen mit der Faust getroffen hatte. „Dies bedeutet rein rechtlich natürlich den Tatbestand der gefährlichen Körperverletzung, da gemeinschaftlich gehandelt wurde“, sagt Kleber.

Bewusst wurde nach der Alarmierung der Polizei neben den Besatzungen von insgesamt fünf Streifenwagen auch ein Polizeihund mitgeführt, „da dieser allein aufgrund seiner Erscheinung Respekt einflößt und ideal ist, um streitende Gruppen zu trennen“, erklärt Kleber. So auch im Bobinger Hallenbad. Die Asylbewerber leisteten keinen Widerstand.

Drei Afghanen fand die Polizei allerdings mit Kopfplatzwunden und einem Armbruch vor, sodass drei Rettungswagen eingesetzt werden mussten, um die Verletzten ins Krankenhaus zu bringen. Große Probleme hatte die Polizei bei ihrem Einsatz aufgrund der Verständigungsschwierigkeiten.

„Von den Asylbewerbern sprach niemand ein Wort Deutsch“, sagt Kleber. Auch eine Verständigung in Englisch sei kaum möglich gewesen. Warum es zu der Schlägerei gekommen ist, muss nun über ein Ermittlungsverfahren geklärt werden. Hier wird dann ein Dolmetscher hinzugezogen. Informiert wurden zudem bereits die jeweiligen Ausländerämter. Zur Aufklärung sucht die Polizeiinspektion Bobingen Zeugen, die etwas über die Auseinandersetzung im Bereich der Sonnenliegen und der Umkleidekabine sagen können.

 inweise an die Polizei Bobingen unter der Telefonnummer 08234/9606-0.

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