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Neujahrskonzert

28.01.2019

Auch Operetten liegen der Stadtkapelle Bobingen

Anstoßen auf ein gelungenes Konzert: (von links) Dirigent Milos Glückmann, Tenor Benedikt Linus Bader, Sopranistin Dorothee Koch und Bürgermeister Bernd Müller beim Konzertabend der Stadtkapelle.
Bild: Anja Fischer

Als Blasmusiker ist Bürgermeister Bernd Müller keine Überraschung mehr. Diesmal schlüpft er in die Rolle des Conférenciers.

An viele Musikstile hat sich die Stadtkapelle Bobingen schon mit großem Erfolg herangewagt, bei noch mehr Konzerten hat die Musikkapelle ein begeistertes Publikum am Ende hinterlassen. Wen wollte es da wundern, dass beim Neujahrskonzert mit Operettenmelodien in der Singoldhalle Bobingen auch diese gekonnt in Szene gesetzt wurden.

Ein Geschenk zum 50. Geburtstag

Diese Konzertzusammenstellung sei schon lange ein Wunsch des Dirigenten Milos Glückmann gewesen, erklärte die Vorsitzende der Stadtkapelle, Manuela Grimme, dem Publikum. Und selbstverständlich hätten die Musikanten ihm diesen Wunsch gerne erfüllt. Nun sei dieses Konzert ein Geschenk von ihnen an Milos Glückmann und an die Stadt Bobingen zum 50. Stadtjubiläum.

Auch Bürgermeister Bernd Müller, der als Conférencier durch das Programm führte, freute sich über das Konzert, zu dem viele Besucher den Weg in die Singoldhalle gefunden hatten. Er bedankte sich bei der Stadtkapelle für das tolle Jubiläumsgeschenk und konnte mit der Sopranistin Dorothee Koch und dem Tenor Benedikt Linus Bader zwei musikalische Größen auf der Bühne begrüßen, welche die Stadtkapelle mit ihrem Gesang bei der Darbietung der Operettenmelodien unterstützten.

Mit „Darf ich bitten?“ lud die Kapelle zum ersten Stück ein. Ein Potpourri mit beliebten Walzern aus der Operette „Die Csárdásfürstin“. Benedikt Linus Bader faszinierte dann nicht nur das weibliche Publikum mit dem Lied „Gern hab ich die Frau’n geküsst“ aus der Operette „Paganini“ von Franz Lehár. Sondern eine großartige Darbietung folgte auch mit dem „Vilja-Lied“ aus „Die lustige Witwe“ von Dorothee Koch, einer charmanten und überzeugenden Künstlerin.

Aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß, Sohn, folgte das Duett „Trinke Liebchen, trinke schnell“, ein wunderbares Beispiel für sprühende Leidenschaft zwischen Tenor und Sopran und ein Stück, welches das Publikum begeisterte. Mit „Rosen aus dem Süden“, einem Walzer, schloss das Programm vor der Pause ab.

Musik zum Dahinschmelzen

Souverän führte Bürgermeister Bernd Müller durch das Programm und erzählte den Besuchern allerhand Wissenswertes zu den Opern und Operetten, aus denen die vorgetragenen Stücke stammten. Ein kleines „Intermezzo“ aus der Oper „Cavelleria Rusticana“ von Pietro Mascagni legte die Stadtkapelle später ein. Und zum Dahinschmelzen war schließlich das Stück „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ (Operette „Giuditta“, Franz Lehár), welches Sopranistin Dorothee Koch mit unglaublicher Leidenschaft vortrug.

Sie faszinierte nicht nur durch ihre Kleider, rote, grüne und blaue Träume aus Tüll und Stickereien, sondern auch vor allem durch ihre elegante Vortragsweise. Die Antwort von Tenor Benedikt Linus Bader auf ihr Lied kam gleich im Anschluss: „Dein ist mein ganzes Herz“ (Operette „Das Land des Lächelns“, Franz Lehár). Und hier wünschte sich wohl so manche Frau im Saal, er hätte das Stück allein für sie so bravourös vorgetragen.

Anhaltender Applaus belohnte am Ende auch das letzte Operettenlied des Abends aus „La Traviata“ von Giuseppe Verdi, es hieß „Libiano ne’lieti calici“. Gleich noch einmal wurde das Stück als Zugabe gesungen und gespielt, denn das Publikum in seiner Begeisterung wollte weder Musiker noch Sänger sofortgehen lassen.

Endgültig letzte Zugabe war schließlich der „Radetzky-Marsch“, den die Stadtkapelle diesmal alleine auf der Bühne spielte und der einen fulminanten Schlussstrich unter einen wundervollen Abend voller musikalischem Bühnenzauber zog.

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