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07.03.2009

Auf die Piste, fertig, los!

Königsbrunn (pm) - Auf die Bretter und rein ins Skivergnügen ging es für vier jungen Menschen aus dem Fritz-Felsenstein-Hauses (FFH), die mit ihren Betreuern einige Tage in Mitterfirmiansreuth verbrachten. Der Bayerische Versehrtensportverband hatte die Königsbrunner gemeinsam mit Jugendlichen aus Regensburg und Passau zu einem fünftägigen Skikurs eingeladen.

Zum Ausklang wurde für Suat, Maria, Alexander und alle anderen Teilnehmer ein Abschlussrennen veranstaltet, auf das hin die Fahrer im Riesenslalom eifrig trainierten. Mono- bzw. Biskifahren ist für Menschen mit Handicap eine immer häufiger praktizierte Möglichkeit, den beliebten Wintersport auszuüben. Vor allem jene, die ihren Oberkörper und die Arme gut einsetzen können, haben mit etwas sportlichem Geschick und einem geduldigen Skilehrer gute Chancen auf schnelle Fortschritte.

Dennoch: Wer schon einmal Skifahrer mit Handicap beobachtet hat, der hat eine vage Vorstellung davon, wie viel Körperbeherrschung und Übung dahinter steckt, um auf einem Ski sitzend gekonnt den Hang hinab zu wedeln.

Gut für Gleichgewicht und Selbstvertrauen

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Bevor es allerdings für alle FFHler richtig los gehen konnte, musste im Skikeller erst getüftelt werden, damit jeder mit einer für ihn passenden Ausrüstung unterwegs war. Der Monoski ist ein Carving-Ski, auf dem eine Sitzschale montiert wird.

Dazu gehören zwei spezielle Skistöcke mit Miniski, die das Kurvenfahren erleichtern. Beim Bi-Ski wird die Sitzschale auf zwei Ski befestigt; diese Variante ist für Fahrer mit stärkeren körperlichen Einschränkungen geeignet.

Seit vielen Jahren beteiligt sich die Therapieabteilung des FFH an diesen Kursen, denn Skifahren hat neben dem Spaß auch unbestritten einen hohen therapeutischen Nutzen. Die Jugendlichen sind körperlich gefordert, sie trainieren ihr Gleichgewichtsgefühl und gewinnen dabei erheblich an Selbstvertrauen.

"Deshalb sind wir auch immer wieder dankbar, wenn unsere Aktion mit Spendengeldern unterstützt wird: In diesem Jahr konnten beispielsweise neue Skihelme angeschafft werden", so die Leiterin der Therapieabteilung Dagmar Simnacher: Schneevergnügen und Sportbegeisterung tut unseren Jugendlichen enorm gut."

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