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Bobingen

26.06.2015

Auf einen Streich: eine neue Heimat in Bobingen

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Das Cello war auch von Lena aus Gersthofen das Instrument ihrer Wahl. Sie gehört zu den Kindern, die Unterricht von Barbara Burann bekommen.

 Barbara Burann wirbt für Streichinstrumente und gibt ihre Begeisterung für die Musik an Kinder weiter

 Sie kam erst vor drei Jahren nach Bobingen, doch mit Musik machte sie sich hier längst einen Namen. Barbara Burann arbeitet dabei sehr gerne mit Kindern zusammen. Und im kommenden Jahr will sie mit ihrer Musikwerkstatt ein markantes Gebäude mitten in der Stadt beziehen: das alte Trafohäuschen an der ehemaligen Brauerei.

Beim jüngsten Muttertagskonzert bezauberte ein Ensemble aus jungen Cellisten das große Publikum: die Tuttinis, ein Ensemble der Musikwerkstatt Bobingen. Mit ihnen auf der Bühne war Barbara Burann, die vor zwei Jahren zusammen mit ihrem Mann, dem Bobinger Kirchenmusiker Tobias Burann-Drixler, die Musikwerkstatt ins Leben gerufen hat. „Uns fiel auf, dass es in Bobingen Bedarf nach Musikunterricht für Streichinstrumente gibt. So entstand die Idee zur Musikwerkstatt“, erzählt sie. Mittlerweile unterrichtet sie zusammen mit ihrem Mann und einem sich ständig erweiternden Lehrerteam Cello, Geige, Flöte und Klavier. Und die Nachfrage ist groß. Schon jetzt nehmen fast 50 Schüler Unterricht – die Tendenz ist steigend. Barbara Burann stammt ursprünglich aus Schleswig-Holstein, studierte Musikpädagogik und Orchestermusik in Augsburg. Dort fand sie auch ihren Mann fürs Leben: Tobias Burann-Drixler ist in Bobingen eine Säule im Kulturleben als Kirchenmusiker bei St. Felizitas sowie als Initiator und Organisator des Bobinger Musiksommers.

Dass beider Leben von Musik bestimmt ist, ist unübersehbar, wenn man ihre Wohnung betritt: Da stehen ein Klavier, ein Cello, Notenständer und ein großes Regal, das wandhoch mit Noten gefüllt ist. „Mein Vater war Pädagoge an der Uni, meine Mutter Flötistin. Und ich verbinde Beides, Musik und Pädagogik“, erzählt Barbara Burann, eine offene, zarte Person.

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Seit 2010 lebt die junge Familie mit drei Kindern in Bobingen. Ihre Entscheidung für die Singoldstadt war eine ganz bewusste: „Uns gefällt es hier sehr gut. Bobingen hat gerade die richtige Größe, alles ist gut erreichbar. Und mit der Musikwerkstatt wollten wir hier etwas auf die Beine stellen.“ Von ihrer Wunschheimat aus starten sie beispielsweise gerne in die Berge zum Wandern, unternehmen kleinere Reisen oder fahren mit den Kindern ans Meer.

Das Ehepaar besucht regelmäßig Konzerte „Aber unser größtes Hobby ist derzeit unser Haus, an dem es noch Einiges zu tun gibt“, sagt Barbara Burann und lacht. Und Hausmusik, wie man es sich bei einer Musikerfamilie vorstellt? „Eigentlich nicht, denn wir spielen beruflich schon sehr viel zusammen.“ Unter anderem im Orchester des Bobinger Musiksommers oder bei einem Jazzprojekt. Es ist ihr wichtig, nicht nur zu unterrichten, sondern auch selbst als Musikerin aufzutreten, um flexibel zu bleiben, neue Impulse für ihre Arbeit zu erhalten.

Dass man dafür ständig etwas tun muss, überraschte eine ihrer Schülerinnen sehr. Barbara Burann erzählt: „Ich hatte ein Konzert und übte vorher noch etwas. Die Schülerin war davon völlig überrascht, sie dachte, wenn man es einmal gelernt hat, muß man nie wieder üben.“

Bis jetzt noch ohne eigene Räumlichkeiten, findet der Unterricht der Musikwerkstatt überwiegend im evangelischen Gemeindehaus statt. Aber Barbara Burann freut sich, denn im nächsten Jahr wird sie ihre eigenen, idealen Räumlichkeiten haben. Sie verrät auch wo: „Es ist das Trafohäuschen bei der ehemaligen Brauerei, das eigens dafür hergerichtet wird.“ Es werde von einem privaten Investor dazu umgebaut.

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