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Gersthofen

04.05.2018

Aus Unternehmer-Villa werden Wohnungen

Aus nördlicher Richtung aus sind die alte Humbaur-Villa (Mitte) und die umliegenden Häuser gut zu erkennen. Genauso erkenntlich ist links von dem Areal die beengte Pakplatzsituation im Umfeld des Freibads Gerfriedswelle an der Sportallee.
Bild: Marcus Merk

Planungen Investor plant Quartier auf seinem Grundstück beim Gersthofer Freibad Gerfriedswelle.   Lärmschutz und Stellplätze spielen dabei eine wichtige Rolle.

 

Gersthofen Steht an der Sportallee gegenüber dem Freibad Gerfriedswelle eine alte Villa. Doch die Tage von diesem und einigen weitere Gebäuden sind gezählt: Denn dort will der Grundstückseigentümer Ulrich Humbaur das „Wohnquartier Sportallee“ errichten. Über einen Bebauungsplan soll das Vorhaben geregelt werden.

Entstehen sollen insgesamt 65 Wohnungen verschiedener Größe. Der Anteil geförderter Wohnungen darunter liegt bei 15 Prozent. Dies sei mit dem Investor auch grundsätzlich so abgestimmt und bereits im Entwurf des Bebauungsplans festgesetzt, erklärte Gersthofens Städteplaner Roland Schmidt. Bereits im Februar hatte sich der Planungsausschuss mit einem ersten Entwurf befasst und diesen bejaht. Allerdings waren die damals geplanten fünfstöckigen Wohnriegel an der Bahnhofstraße dem Gremium zu massiv; es forderte eine Verringerung. Außerdem sollen die Gebäude anspruchsvoll und maßstabsgerecht gegliedert werden.

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Von der Auenstraße aus erschlossen

Dies sah Schmidt nun im neuen Entwurf als gelungen an. Die nun drei- und viergeschossigen Gebäudekörper an der Ost- und Nordseite werden aufgelockert durch insgesamt fünfgeschossige Höhenpunkte. Erschlossen wird das Wohnquartier von der Auenstraße aus. Auch die Tiefgaragenzufahrt ist dort angesiedelt. In dieser Garage finden 80 Autos Platz. Laut städtischer Satzung werden allerdings 100 Bewohner- plus zehn Besucherstellplätze benötigt.

Das ist einer der Knackpunkte des Projekts. Denn schon ohne die neuen Wohnungen sind die Straßen während der Freibad- und Freiluftsaison regelmäßig von Besuchern zugeparkt und des gibt massive Beschwerden der Anwohner. „Wir werden mit Sicherheit aufpassen, dass die bestehenden Parkplätze beim Freibad nicht für die Autos der neuen Bewohner herhalten müssen“, betonte Bürgermeister Michael Wörle. In diese Richtung argumentierte auch Max Poppe (CSU): „Beim Wohnquartier Römertor auf dem alten Praktikergelände haben wir auch darauf bestanden, dass die erforderliche Stellplatzzahl errichtet wird.“

Stadtplaner Roland Schmidt verwies auf neue Berechnungskonzepte, bei denen sich durch die Einrichtung Carsharing-, oder E-Bike-Plätze die Gesamtzahl der Stellplätze reduzieren könne. „Drei E-Bikes ersetzen nicht 25 Parkplätze“, entgegnete Peter Schönfelder. Er empfahl, sich an die bestehende Satzung zu halten. „Gebaute Autostellplätze kann man zählen.“

Albert Kaps (Pro Gersthofen) sah auch im neuen Entwurf eine Riegelbebauung und verwies auf das „sensible Gebiet“. Bernhard Happacher (FW) wiederum machte deutlich, dass die Erschließung über die schmale Auenstraße zusätzlichen Verkehrsdruck für die Anwohner bringen werde. Die wird auch als „Schleichweg“ benutzt für Autofahrern, welche die permanent stauträchtige Strasserkreuzung umgehen wollen.

„Wir sollten nicht den Bauträger dafür bestrafen, wenn an dieser Stelle in der Vergangenheit planerische Fehler gemacht worden sind“, forderte Jürgen Schantin (W.I.R.).

Gersthofen setzt Schallgutachter ein

Nach Angaben der Bauverwaltung war auch ein Schallgutachter der Stadt bei der Entwicklung beteiligt und beurteilt das Vorhaben positiv, was eine Lösung der Lärmproblematik betrifft, die von den zahlreichen Besuchern der Gerfriedswelle ausgeht.

Wie sich das Vorhaben auf die Entwicklung der Kita- und Schulplätze auswirkt, soll unter dem Titel „Betreuungs- und Bildungsinfrastruktur geklärt und ein Konzept erarbeitet werden. Dazu arbeitet die Städteplanung mit dem Institut SAGS zusammen.

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