1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Ausgezeichnet: Straßenlampen, die „mitdenken“

Wettbewerb

09.01.2015

Ausgezeichnet: Straßenlampen, die „mitdenken“

Sie sind stolz auf die Projekte mit „intelligenter“ LED-Straßenbeleuchtung: (von links) die Bürgermeister Franz Feigl (Königsbrunn) und Roland Eichmann (Friedberg), Dr. Markus Litpher von den Lechwerken, Corinna Pregla von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und Max Drexler, Filialdirektor der Deutschen Bank in Augsburg, gestern im LEW-Leuchtenpark in Königsbrunn.
Bild: Hermann Schmid

Lechwerke und Königsbrunn erfolgreich beim „Land der Ideen“. Intelligente Straßenbeleuchtung wirft auch Fragen auf

Die Energiewende, so stellt LEW-Vorstandsmitglied Dr. Markus Litpher fest, besteht aus vielen kleinen Bausteinen. Einer davon stand gestern in Königsbrunn im Fokus: Die intelligente Straßenbeleuchtung „Bewegtes Licht“. Damit haben die Lechwerke, der Lampenhersteller Leipziger Leuchten und die Städte Königsbrunn und Friedberg beim Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen 2014“ gepunktet. Jetzt wurden im LEW-Leuchtenpark in Königsbrunn die von Bundespräsident Joachim Gauck unterzeichneten Urkunden übergeben.

Sie gelten zwei Beleuchtungsprojekten, bei denen an wenig genutzten Wegen LED-Lampen mit Sensoren und Dimmern gekoppelt sind. Ist niemand unterwegs, sind die Lampen auf zehn Prozent der Leistung gedrosselt. Erfassen die Sensoren eine größere Bewegung, dann fahren sie in Gruppen zügig auf volle Leistung hoch und etwas später wieder in den Sparmodus. In Königsbrunn konnte man so in einem Jahr rund 70 Prozent Energie (gegenüber regulären LED-Lampen) einsparen, so LEW-Fachmann Christian Mayr.

Das sei eine Auswirkung der „LED-Revolution“, erläutert Jörg Hofmann, Geschäftsführer von Leipziger Leuchten. Denn Leuchtdioden – LED ist die Abkürzung des englischen Begriffs „Light Emitting Diode“ – benötigen wenig Strom und lassen sich perfekt dimmen. Sein Unternehmen hat eine Technik entwickelt, die Lampen untereinander kommunizieren lässt. Sie sind individuell programmierbar.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Die aufwendige Technik ist allerdings (noch) der finanzielle Haken an intelligenter Straßenbeleuchtung. Bei den Pilotprojekten in Königsbrunn und Friedberg haben deshalb die Städte die LED-Straßenlampen angeschafft, die Steuerungstechnik, die damals etwa 250 Euro pro Lampe kostet, finanzierten die Lechwerke. Das sei noch ein Hemmschuh für die Umrüstung im großen Stil, räumt Bürgermeister Franz Feigl ein. Zudem seien auf öffentlichen Straßen die Anforderungen an die Verkehrssicherheit hoch.

Als Beitrag zum Energiesparen könne er sich aber vorstellen, dass die Stadt nach und nach die etwa 400 „Lichtpunkte“ an Verbindungswegen, die nur Fußgänger und Radler nutzen, mit „bewegtem Licht“ ausstattet. Immerhin sei die dimmbare Straßenbeleuchtung auch ein Schritt gegen nächtliche „Lichtverschmutzung“. Das zeigen ihm positive Rückmeldungen von Spaziergängern auf der Ulrichshöhe.

Ob das häufige Dimmen die Lebensdauer der LED-Lampen beeinträchtige, wollte Landtagsabgeordneter Herbert Woerlein wissen, der wie Simone Strohmayr und Carolina Trautner zum Termin gekommen war. Ganz im Gegenteil, informierte Christian Mayr. Denn das senke die Temperatur der Lampen und erhöhe damit deren Lebensdauer.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20PI_62_LED_LanddIdeen_K%c3%b6nigsbrunn.tif
LEW

Ein „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“

WhatsappPromo.jpg

Alle News per WhatsApp

Die wichtigsten Nachrichten aus Augsburg, Schwaben
und Bayern ganz unkompliziert auf Ihr Smartphone.

Hier kostenlos anmelden