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Schwabmünchen

24.11.2018

Austritte wegen des Datenschutzes

Der Vorstand des Förderkreises (von links): Peter Frankenberger (1orsitzender), Reinhard Jung (stellv. Vorsitzender), Fridolin Schilcher (bisheriger Schatzmeister), Gerhard Palme (neuer Schatzmeister), Doris Bißle (Schriftführerin) und Iris Weiß (Beisitzerin und Kassenprüferin).
Bild: Uwe Bolten

Beim Förderkreis der Leonhard-Wagner-Schulen gibt es einen Wechsel im Vorstand. Mehr als 40 Mitglieder sind ausgetreten.

Die ansehnliche Leistungsbilanz, die Peter Frankenberger als Vorsitzender des Förderkreises der Leonhard-Wagner-Schulen auf der Mitgliederversammlung vorlegte, kommentierte er selbstbewusst. „Wir steigern uns jedes Jahr ins Positive. Mehr als 11000 Euro wurden für Fördermaßnahmen ausgegeben. Dabei gingen 5000 Euro direkt an Projekte der Schulen, 6000 Euro kamen unmittelbar Schülern zu Gute“, sagte er und relativierte den Verlust im Vereinsjahr, der durch Einnahmen von nur 10000 Euro entstand: „Wir sind ein gesunder Verein und können das verschmerzen.“ Immerhin seien die Projekte, die unterstützt würden sowie die Leistungen an Schüler, die beispielsweise so an Klassenfahrten teilnehmen könnten, es auf jeden Fall wert. Der Förderkreis habe in den 37 Jahren seit der Gründung knapp 190000 Euro an Fördergelder ausschütten können, komplettierte er die Bilanz. „Wichtig ist mir, dass bei jeder Förderung die Schulleiter eine Stellungnahme abgeben“, sagte er in Richtung der Rektoren.

Austritte beim Förderkreis der LWS könnte noch weh tun

Im Mitgliederbestand, den der Verein immer um die 500 Personen halten konnte, habe es Bewegung gegeben, teilte Frankenberger weiter mit. „Auf Grund der Datenschutzgrundverordnung haben wir alle Mitglieder über diese Neuerung und die Auswirkung auf den Verein per Post informiert“, erläuterte er und beschrieb die Reaktion der Mitglieder: „In einer Welle haben mehr als 40 Mitglieder gekündigt. Das kann uns im nächsten Jahr weh tun“, sagte er und bat die Schulleiter sowie die Elternbeiräte weiter um Unterstützung des Förderkreises. „Es geht letztendlich um ihre Kinder“, stellte er trocken fest. Alle drei Schulleiter sagten ihre Unterstützung zu.

Mitgliederwerbung beim Förderkreis soll besser werden

Johannes Glaisner, Leiter der Mittelschule, versprach sich nicht allzu viel von Elternabenden als Werbeplattform: „Die Eltern werden zeitlich eng mit so viel Information zugeschüttet. Da finde ich Veranstaltungen, wie unseren Adventsmarkt am 11. Dezember effektiver für die Mitgliederwerbung.“ Für das Gymnasium konstatierte Leiter Alexander Pfaffendorf: „Wir können es in der Mitgliederwerbung besser machen als bisher! Jedoch dürfen wir die gesellschaftlichen Veränderungen, die den Konsum mehr in den Vordergrund stellt als aktives Mitmachen, nicht außer Acht lassen.“ Für die Realschule sagte deren Leiter Markus Rechner:“ Natürlich ist mehr drin. Aber wir können weder Lehrkräfte noch Eltern zwangsverpflichten.“ Durch eine aktivere und koordiniertere Präsenz auf den Internetseiten der Schulen soll zumindest dem Informationsbedürfnis der Eltern über den Förderverein in Zukunft Rechnung getragen werden, einigte sich die Versammlung.

Mehrere Jahrzehnte stand Fridolin Schilcher dem Verein als Schatzmeister zur Verfügung. „Jetzt konnte ich ihn nicht mehr zum Weitermachen überreden“, sagte Frankenberger bei seiner Laudatio über das scheidende Vorstandsmitglied und dankte ihn für seine herausragende Leistung. Mit Gerhard Palme konnte der Vorsitzende einen Nachfolger finden, der bei der anschließenden Wahl, ebenso wie der sonst unveränderte Vorstand, einstimmig gewählt wurde.

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