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Langenneufnach

29.04.2020

Auszeit nach dem Abschied

Neue Bauplätze auszuweisen war Josef Böck wichtig.
Bild: Karin Marz

Für Josef Böck ist das Ende als Bürgermeister sehr emotional

Die letzten Tage im Amt waren für Bürgermeister Josef Böck aus Langenneufnach emotional. Kein Wunder nach 30 Jahren, die er an der Spitze der Staudengemeinde saß. Bereits im Februar vergangenen Jahres hatte er sich entschlossen, bei der Kommunalwahl heuer nicht mehr als Bürgermeister zu kandidieren. „Dieser Schritt ist für mich nach wie vor richtig. Aber dass es für mich dann doch so emotional ist, hätte ich nicht erwartet. Ich habe meine Arbeit immer sehr gerne gemacht und lasse daher einiges zurück“, sagt Böck. Er blickt gleichzeitig zuversichtlich in die Zukunft „Jetzt ist die Zeit für Neues gekommen. Ich bin nicht mehr für alles in der Gemeinde verantwortlich und nicht mehr an vorderster Front. Besonders freue ich mich auch auf viele freie Abende.“

Viele Spuren hat der scheidende Bürgermeister in Langenneufnach hinterlassen und den Ort geprägt. Hierzu zählen unter anderem etliche Baumaßnahmen wie Kindergarten, Hochwasserschutz, Feuerwehrhaus, Dorfplatz, Radweg, Sportgelände und Schützenheim. Ebenso wurden während seiner Amtszeit etliche Baugebiete und das Gewerbegebiet erschlossen, dazu kamen Flurbereinigung und Straßenbau. Als Sahnehäubchen aller Projekte sieht Böck vor allem den neuen Dorfplatz, der vergangenes Jahr eingeweiht wurde. „Ich habe meine Arbeit immer als Dienst an der Gemeinde und wie ein Pflegekind gesehen, das man mir anvertraut hat. Man begleitet es eine Zeit lang und irgendwann ist es an der Zeit, es loszulassen“, zieht er Bilanz.

Die letzten Tage verbrachte Böck mit laufenden Projekten und mit Unterlagen, die sein Nachfolger Gerald Eichinger erhält. Außerdem muss er sein Büro ausmisten. „Eine Trauung konnte ich in der letzten Woche noch vornehmen, da das Brautpaar von mir getraut werden wollte“, erinnert sich Böck. Dass er sich von vielen seiner beruflichen Wegbegleiter wegen der momentanen Situation nicht persönlich verabschieden konnte, bedauert er sehr.

Wie geht es nun für den 61-Jährigen in Zukunft weiter? „Die nächste Zeit werde ich mir eine Auszeit nehmen. Und dann habe ich die Aussicht, bei einem Projekt mitzuarbeiten.“ Welches Projekt dies ist, verrät Böck noch nicht. „Auch haben mich die Mitglieder des Staudenbahn-Schienenweg-Trägervereins bereits gebeten, dessen Vorsitzender ich seit Gründung im Jahr 2000 bin, weiter im Amt zu bleiben“, erklärt er stolz. (karma)

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