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Bobingen

27.01.2020

Auto kracht gegen Balkon: Wie kam es zu dem spektakulären Unfall?

Ungebremst prallte ein Auto gegen eine Balkonkonstruktion, die nach dem Aufprall umkippte.
Foto: Christoph Bruder

Plus Die Staatsanwaltschaft hat einen Gutachter beauftragt, um die Hintergründe des Unfalls zu klären. Zwei weitere Vorfälle geben der Polizei Rätsel auf.

Sitzmöbel, Polster, Tische, Sonnenschirme, Lichterketten, Spielzeug und sogar eine Babywanne: Sie lagen gestern noch wild verstreut unter einer etwa 15 Meter hohen Balkonkonstruktion, die nach einem spektakulären Unfall zu Boden gekippt war. Ein 51-jähriger Mann aus dem Landkreis war am späten Sonntagnachmittag mit seinem Wagen ungebremst gegen die tonnenschwere Stahlkonstruktion gefahren. „Zum Glück befand sich niemand darauf“, sagt Markus Graf von der Bobinger Polizei, die jetzt nach der Ursache für den Unfall sucht.

Notdürftig war gestern die umgekippte Balkonkonstruktion noch gesichert.

Die Polizei ermittelt, ob es einen technischen Defekt am Fahrzeug gab oder eventuell eine medizinische Ursache zu dem Unfall geführt hat. Nach Zeugenaussagen schließt die Polizei ein Fremdverschulden aus. Bislang steht fest, dass der 51-Jährige mit seinem BMW in Richtung Innenstadt unterwegs war.

Autofahrer kam mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus

Gegen 15.40 Uhr kam er nach dem Kreisverkehr in der anschließenden Rechtskurve nach links von der Fahrbahn ab und überfuhr einen Grünstreifen sowie den Gehweg – ungebremst stieß er gegen den Balkon des Mehrfamilienhauses. Die Konstruktion, die am Haus und an Bodenfundamenten befestigt war, krachte durch die Wucht des Aufpralls zu Boden. Hätte sich jemand auf seinem Balkon aufgehalten, dann wäre er in die Tiefe gerissen worden.

Der BMW lag auf der Seite, als sich die Ersthelfer um den 51-Jährigen kümmerten. Er war nicht ansprechbar und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Er wurde vom Rettungsdienst mit schweren Verletzungen in die Uniklinik nach Augsburg gebracht.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg bestellte noch am Sonntag einen Gutachter, der die Unfallstelle genau untersuchte. Mit einer Drohne machte er Luftbilder. Außerdem wurde das Auto des 51-Jährigen sichergestellt. Der Sachschaden wird insgesamt auf über 42.000 Euro geschätzt.

Gegen die Scheibe eines Bobinger Supermarkts war nachts ein Auto gekracht. Offenbar hatte jemand heimlich die Handbremse gelöst.

Die Polizei in Bobingen beschäftigt seit dem Wochenende ein weiterer spektakulärer Unfall: Vermutlich in der Nacht auf Sonntag krachte ein Auto in die Scheibe des Norma-Supermarkts in der Bischof-Ulrich-Straße in Bobingen. Das Ungewöhnliche: Niemand saß am Steuer. Und: Offenbar hatte jemand eine Seitenscheibe eingeschlagen, die gezogene Handbremse gelöst und den eingelegten Gang aus der Schaltung genommen.

Auto blieb in der Schaufensterscheibe stecken

Die Folge: Der Ford kam ins Rollen, bis er schließlich in der Schaufensterscheibe steckte. Dort, wo der Wagen ursprünglich stand, entdeckte die Polizei Glassplitter. Im Auto wurde nach ersten Erkenntnissen nichts gestohlen. Vielleicht führen andere Spuren zu den Tätern: Die Polizei sicherte DNA im Wageninneren.

Dagegen dürfte die Spurensicherung in einem Wagen, der am Wochenende auf dem Parkplatz des Friedhofs in der Eichenstraße in Oberottmarshausen stand, sehr schwierig werden. Ein Unbekannter warf zunächst die Seitenscheibe der Fahrertür ein und zündete im Anschluss mehrere Feuerwerkskörper im Innenraum. Laut Polizei entstand ein Schaden von rund 1.000 Euro.

Hinweise nimmt die Polizeiinspektion Bobingen unter der Telefonnummer 08234/96060 entgegen.

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