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Gemeinderat

07.05.2015

Bahnübergang als (fast) unendliche Geschichte

Der Gemeinderat hat beschlossen, zwei zusätzliche Schilder am Lagerlechfelder Bahnübergang anzubringen.
Bild: Ivanka Williams-Fuhr

Graben lässt zwei zusätzliche Schilder anbringen. Bahn und Landratsamt beurteilen die Lage unterschiedlich

Die konfusen Regelungen rund um den Bahnübergang in der Lagerlechfelder Bahnhofstraße sorgen seit Jahren für Verwirrung bei den Autofahrern – und immer wieder für Unfälle mit Blechschaden. Die Bahn hatte wie berichtet nach dem Umbau der Bahnanlage die Verkehrsregelungen geändert und entsprechende Hinweisschilder angebracht. Demnach hat die vom Bahnübergang kommende und über die Gleise führende Straße Vorfahrt und nicht der Kreisverkehr. „Unsinnig“ nannte jetzt Grabens Bürgermeister Andreas Scharf einige Details in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Das Eisenbahn-Bundesamt hat die geänderte Verkehrsregelung damit begründet, dass Fahrzeuge, die von der Brücke über den Bahnübergang fahren, aus Sicherheitsgründen nicht vor dem Kreisverkehr warten dürfen und berief sich dabei auf die Planfeststellung.

Entsprechende Schilder ordnen zudem an, dass – aus der Stichstraße vom Bahnhof kommend – alle Verkehrsteilnehmer außer Pkw nicht nach rechts über den Bahnübergang abbiegen, sondern nach links über die Brücke Richtung Osten fahren müssen. Wer vom Kreisverkehr kommt, wird durch Schilder darauf hingewiesen, dass alle Verkehrsteilnehmer geradeaus über die Brücke fahren müssen, also nicht nach links zum Bahnhof abbiegen dürfen – mit Ausnahme von Pkw.

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Vor allem die Regelungen über die Abbiegevorschriften seien „unsinnig“, so Bürgermeister Scharf jetzt im Rat. „Pkw dürfen also alles, Lkw, Radfahrer und motorisierte Zweiräder nicht.“ Die Gemeinde habe die Bahn um Zustimmung gebeten, „diesen Zustand zu ändern“. „Die Bahnverantwortlichen vertreten aber die Meinung, dass dies erst nach einer weiteren Verkehrsschau möglich wäre“, informierte Scharf. Die soll am 18. Juli stattfinden.

Das Landratsamt habe zwischenzeitlich auf Anfrage der Gemeinde auf entsprechende Paragrafen der Straßenverkehrsordnung verwiesen und Scharf hält „es sogar für die Amtspflicht der Gemeinde, die Beschilderung zu ändern“. Der Gemeinderat beschloss deshalb einstimmig, zwei Zusatzschilder anzubringen, wonach nur Lkw mit einer Länge von mehr als zehn Metern geradeaus fahren müssen. Noch ist offen, ob damit die (fast) unendliche Geschichte um den Lagerlechfelder Bahnübergang beendet ist.

Weitere Themen im Gemeindrat Graben

und Hort-Projektraum In Sachen Jugendtreff hat das Gremium weitere Details beschlossen. So wird der Außenbereich mit einem Glasdach teilweise überdacht, die Außenwände nicht mit Holzverschalung, sondern Farbe gestaltet, die Eingangstüre ohne Seitenverglasung ausgeführt sowie ein Behinderten-WC installiert. „Zur Innengestaltung machen sich Kinder- und Jugendreferentin Angela Bschorr und Streetworker Herbert Haseitl mit den Jugendlichen Gedanken“, sagte Scharf.

Keine Belange wurden zum Bebauungsplan „BMW-Logistikzentrum“ der Nachbargemeinde Kleinaitingen vorgebracht.

Am Samstag, 9. Mai, tritt die Formation HammOndStrat unter dem Motto „Rock Meets Classic“ um 19.30 Uhr im Bürgersaal auf. Am Sonntag, 17. Mai, ist „Más Que Tango“ um 19 Uhr im Kulturzentrum zu hören.

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