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Walkertshofen

31.05.2015

Bald Mittagsbetreuung in Walkertshofen

Einstimmig hat der Schulverband beschlossen, dass ab Herbst an der Grundschule Walkertshofen eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr angeboten wird.
Bild: Karin Marz

Kinder werden nach dem Unterricht in Walkertshofen bis 14 Uhr betreut – allerdings ohne Mittagessen und Hausaufgabenbegleitung. Die Gemeinde wird für das Pilotprojekt als offene Ganztagsschule nicht ausgewählt.

An der Grundschule in Walkertshofen wird es ab dem kommenden Schuljahr im Herbst eine Mittagsbetreuung geben. Dies hat der Schulverband einstimmig beschlossen. Während der Versammlung erläuterte Schulverbandsvorsitzende Margit Jungwirth-Karl die Möglichkeiten einer Mittagsbetreuung.

Zum einen könnte diese bis 14 Uhr oder andererseits verlängert bis 16 Uhr angeboten werden. Für eine verlängerte Mittagsbetreuung sei es zwingend erforderlich, dass den Kindern ein warmes Mittagessen und eine pädagogische Hausaufgabenbetreuung zur Verfügung gestellt würden. Ein Bedarf hierfür besteht derzeit lediglich für vier Kinder. Daher lehnten die Mitglieder eine verlängerte Betreuung ab und entschieden sich für eine Mittagsbetreuung bis 14 Uhr. 18 Kinder benötigen momentan diese Betreuungszeit.

Jungwirth-Karl berichtete auch, dass die Schule für das kostenlose Pilotprojekt offene Ganztagsschule nicht ausgewählt wurde, da ein gesicherter Bedarf der Eltern für ihre Kinder nicht gegeben sei.

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Um die Mittagsbetreuung ins Rollen zu bringen, muss nun eine geeignete Person mit entsprechender pädagogischer Qualifikation oder Erfahrung in der Erziehungs- und Jugendarbeit gefunden werden. Hierzu wurde Jungwirth-Karl bevollmächtigt, gemeinsam mit Schulverbandsmitglied Hans Biechele eine geeignete Bewerberin zu finden. Während der Diskussion ging es um die erforderlichen Arbeitsstunden und das daraus resultierende Gehalt für die Aufsichtsperson. Kämmerer Stefan Januschke wies darauf hin, dass diese nach Tarif bezahlt werden müsse und der vorgeschlagene Mindestlohn zu wenig sei.

Keine Busbeförderung am Nachmittag

Eine Busbeförderung nach dem Ende der Betreuung lehnten die Ausschussmitglieder ab. Der Grund ist, dass derzeit von den 18 angemeldeten Schülern lediglich drei Kinder aus Mittelneufnach und vier Kinder aus Mickhausen kommen. Daher rechnet sich momentan ein zusätzlich eingesetzter Bus nicht. Jungwirth-Karl will sich allerdings erkundigen, ob für eine Schülerbeförderung Fördermittel beantragt werden können. Was die Finanzierung der Mittagsbetreuung betrifft, waren sich die Ausschussmitglieder nicht einig. Pro Schülerplatz entstehen dem Verband Kosten in Höhe von 60 Euro im Monat. Die Zuschüsse in Höhe von gut 3000 Euro jährlich sind hier bereits abgezogen. Inwieweit die Gemeinden für das Defizit aufkommen, diskutierten die Mitglieder. Mit drei zu einer Stimme entschied sich das Gremium schließlich, als Elternbeitrag 20 Euro im Monat einzufordern. Der Vorschlag von 30 Euro pro Monat wurde abgelehnt. Die Differenz von 40 Euro pro Kind und Monat trägt der Schulverband.

Weitere Themen in Kürze:

Mitgliederzahl im Schulverband Dem Schulfinanzierungsgesetz zufolge dürfen Gemeinden mit mehr als 50 Schülern neben dem ersten Bürgermeister ein weiteres Mitglied in die Schulverbandsversammlung entsenden. Sobald die Schülerzahl auf unter 50 Schüler sinkt, ist das zweite Mitglied wieder abzuberufen. Da die Schülerzahl pro Gemeinde jedes Jahr entweder etwas über oder leicht unter 50 Kindern liegt, beschloss der Schulverband eine abweichende Regelung, so dass künftig unabhängig von der Schülerzahl zwei Mitglieder pro Gemeinde dem Schulverband angehören dürfen.

Haushaltsplan 2015 Die Schulverbandsumlage erhöht sich auf 1350 Euro pro Schüler, was eine erhebliche Steigerung gegenüber den Vorjahren bedeutet. Ursache hierfür sind die gesunkenen Schülerzahlen. Der Schulverband genehmigte den Haushaltsplan, den Stellenplan, die Haushaltssatzung und den Finanzplan einstimmig.

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