Konzert

19.07.2016

Barocke Kostbarkeiten

Stimmungsvoll spielten beim zweiten Konzert des Bobinger Musiksommers Licht und Klang zusammen

Ausgesuchte „Barocke Kostbarkeiten“ standen auf dem Programm des zweiten Konzerts des 15. Bobinger Musiksommers in der Liebfrauenkirche. Gut hundert Konzertbesucher waren gekommen, um die ideale Kombination aus Musik und Ambiente zu genießen. Denn, wie der künstlerische Leiter Tobias Burann-Drixler, der kürzlich mit dem Kulturpreis der Stadt Bobingen ausgezeichnet worden war, eingangs bemerkte: „Mit barocke Kostbarkeiten ist natürlich nicht nur die Musik, sondern auch das barocke Kleinod gemeint, in dem das Konzert stattfindet.“

Und an diesem besonderen Konzertabend war er selbst einer der ausführenden Musiker. Die Orgel spielend, eröffnete er zusammen mit seiner Frau Barbara Burann an der Flöte das Konzert mit der G-Dur Sonate von Jean Baptiste L’Oillet. Als Sängerin war Franziska Wetzler mit von der Partie.

Die Mezzosopranistin hat am Leopold-Mozart-Zentrum in Augsburg Musik studiert und hatte bereits während dieser Zeit Gastengagements am Augsburger Stadttheater, etwa bei „I Hate Mozart“. Sie erhielt Stipendien im Lied- und kammermusikalischen Bereich und ihr Repertoire erstreckt sich über alle Epochen der Klassik bis hin zu zeitgenössischer Musik und Musical.

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In der Liebfrauenkirche zog sie beim Bobinger Musiksommer das Publikum mit Arien aus Opern von Georg Friedrich Händel, Antonio Vivaldi und Henry Purcell in ihren Bann. In diesen Opern und „Le Coucou“, einer heiteren Komposition für ein Tasteninstrument von Louis-Claude Daquin wurden zwei typische Aspekte barocker Musik, das Verspielte und das Theatralische, hörbar. Dazu die Lichtstimmung des sich neigenden Sommerabends, die den Kirchenraum in ein weiches Licht tauchte und allmählich die Vergoldungen am Altar aufleuchten ließ.

Es passte einfach alles. Und wie sehr die Konzertbesucher die Musik genossen, zeigte sich daran, dass sie nach jedem Stück ausgiebig applaudierten.

„Großartig!“ und „Traumhaft schön!“ hörte man Stimmen aus dem Publikum. Und natürlich war das Konzert viel zu schnell vorüber. Aber die drei Musiker gaben nach dem langen Beifall gerne noch eine Zugabe – das berühmte „Caro mio ben“ von Giuseppe Giordani. (inge)

Mit der „3. Nacht der Bobinger Kirchen“ am Samstag, 17. September, geht der Bobinger Musiksommer nach den großen Ferien weiter.

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