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Gemeinderat

17.12.2018

Barrierefrei und feuersicher

Barrierefrei und feuersicher soll die Laurentius-Grundschule in Oberottmarshausen werden.
Bild: Veronika Lintner

Welche Sanierungsarbeiten die Gemeinde Oberottmarshausen an der Laurentius-Grundschule plant

Noch befindet sich das Vorhaben in der ersten Planungsphase, doch das Ziel ist klar: Mit Baumaßnahmen an der Laurentius-Grundschule will die Gemeinde Oberottmarshausen Barrieren abbauen und den Brandschutz verbessern. Welche Maßnahmen die Arbeiten umfassen sollen und wie sie finanziert werden könnten, erklärte Bürgermeister Gerhard Mößner in der Sitzung des Gemeinderats.

300000 Euro soll die Sanierung des Schulhauses kosten – so lautet die vorläufige Schätzung. Ein staatliches Förderprogramm zur Inklusion von Menschen mit Handicap könnte das Vorhaben unterstützen. „Bis zu 90 Prozent bezuschusst das Programm. Das wären 270000 Euro vom Freistaat“, sagte Mößner. Nach einer ersten Anfrage rechnet sich der Bürgermeister gute Chancen aus, dass die Schule am Förderprogramm teilhaben kann. Den Antrag für den Zuschuss muss die Gemeinde bis Ende Januar einreichen. Die Schule in Oberottmarshausen ist eine Außenstelle der Laurentius-Grundschule Bobingen und betreut vier Klassen. In der Gemeinderatssitzung präsentierte Mößner nun das Konzept der Sanierung, die sich über alle drei Stockwerke des Schulhauses erstreckt. Für alle Etagen sieht der Plan die Installation neuer Brandschutztüren vor. Die größten sichtbaren Maßnahmen betreffen jedoch die Ostseite des Gebäudes: Dort soll an der Fassade eine Stahltreppe als Fluchtweg errichtet werden. In einem Anbau soll zudem ein Aufzug geschaffen werden, um Menschen mit Gehbehinderung zu befördern. „Somit wäre jedes Stockwerk erreichbar, auch mit Handicap“, sagte Mößner.

Der vorläufige Plan sah zunächst auch eine kleine Außentreppe vor, die von den Schulräumen im Untergeschoss über vier Stufen hinauf ins Freie führen soll. Auf Nachfrage der Gemeinderäte soll der Plan an dieser Stelle nachgebessert werden, um das Brandschutzkonzept mit der Barrierefreiheit zu kombinieren. So steht jetzt der Vorschlag im Raum, dass eine Rampe statt einer Treppe aus dem unteren Geschoss hinaufführen soll. Brandschutz und Barrierefreiheit – diese beiden Aspekte hatte die Planung laut Mößner bisher noch nicht im Detail aufeinander abgestimmt. Eine Bauplanung, die beide Ziele vereint und berücksichtigt, soll bald folgen.

„Es wäre das Beste, was uns passieren könnte, wenn man die Fluchtwege überhaupt nicht braucht“, sagte der Bürgermeister zum Schluss der Präsentation. „Und trotzdem ist das eine sinnvolle Maßnahme.“ Der Gemeinderat stimme zu, das Projekt der Sanierung weiter voranzutreiben. Laut Bürgermeister können die Bauarbeiten frühestens im Sommer nächsten Jahres beginnen.

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