Newsticker

Söder warnt vor einer Lockerung der Corona-Regeln über Silvester
  1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Bauboom: Keiner will das Eck richten

Bobingen

19.05.2018

Bauboom: Keiner will das Eck richten

Das Stahlband um die neuen Beete an der Hochstraße ist noch nicht entfernt. Die Stadt sagt, sie finde keine Firma für die geplante Pflasterarbeit.

Öffentliche Bauträger bleiben auf ihren Aufträgen sitzen oder müssen lange warten. Der Stadt Bobingen geht es mit ihrem Beet an der Hochstraße genauso.

Noch immer markieren Warnbaken das sogenannte Bobinger Eck. Gemeint ist die Beeteinfassung an der Hochstraße unterhalb der Stadtpfarrkirche. Gerade ihre Ecken erwiesen sich nach der Umgestaltung des Straßenraums als tückisch. Nach entsprechenden Beschwerden hatte die Stadt für den Jahresbeginn eine Umgestaltung der Beeteinfassung angekündigt. Ein Streifen Steinpflaster soll das Stahlband ersetzen. Doch bisher hat sich nichts geändert. Auf Nachfrage von Stadträten gab Stadtbaumeister Rainer Thierbach bekannt, warum es so schwer sei, die Grünflächen neu einzuranden: Die Stadt findet keine Firma. Selbst kleine Betriebe und Bauunternehmen seien so stark ausgelastet, dass sie an derartigen Kleinaufträgen kein Interesse hätten. Die Stadt bleibe am Ball.

Auch Baumaterial ist zuweilen knapp

Ähnlich wie ihr geht es bekanntlich auch anderen Bauherren. So hatte dieser Tage die Bürgermeisterin von Walkertshofen von Schwierigkeiten berichtet, Handwerker für den Innenausbau des Bürgersaals zu bekommen, und diese hätten schon Probleme beim Materialbezug.

In Bobingen wurde die ab dem Sommer geplante Erneuerung der Lindauer Straße durch das Staatliche Bauamt Augsburg abgesagt, weil kein einziges Unternehmen auf die Ausschreibung der Tiefbauarbeiten reagiert hatte. Neuer Zieltermin ist nun 2019. Hintergrund: Öffentliche und private Bauherren sorgen derzeit landesweit für einen ausgesprochen großen Bauboom und damit eine entsprechend hohe Auslastung der Branche.

Brücke im Plan

Froh ist der Landkreis, dass er im Bobinger Ortsteil Waldberg zeit- und plangerecht die Schwarzachbrücke sanieren könne. Hierbei werden die Fahrbahn, die Kappen und die Abdichtung bis auf den Überbau abgebrochen und die Schadstellen im Beton saniert. Anschließend werden die Abdichtung, der Fahrbahnbelag und die Kappen neu hergestellt, teilte eine Sprecherin mit.

Für den Busverkehr wird eine Wendeschleife aufgekiest. So dass mittels Umsteigen und einem kleinen Fußmarsch über eine bestehende Fußgängerbrücke der Busverkehr aufrecht erhalten werden kann. Die Fertigstellung der Buswendeschleife ist für den 5. Juni geplant.

Die Sanierung der Schwarzachbrücke beginne am 25. Juni nach dem Radegundisfest mit einer Vollsperrung der Straße. Der Zeitplan sieht bis 7. September eine Vollsperrung und anschließend für die Restarbeiten bis zum 28. September eine halbseitige Sperrung vor. Eine weitergehende Sanierung der Kreisstraße stehe derzeit nicht auf dem Plan.

Für den landwirtschaftlichen Verkehr in Waldberg wurde eine eigene kleinräumige Regelung gefunden, sodass alle Bauern ihre Felder ohne weite Umwege erreichen, teilte Bürgermeister Bernd Müller bereits im Vorfeld mit.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren