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02.06.2009

Bauernmarkt: Eine echte Bereicherung für die Stadt

Schwabmünchen (wifu) - Heimische Produkte werden immer mehr gefragt. "Der Bezug zum Hersteller ist dem Verbraucher wichtig geworden", weiß stellvertretende Landrätin Anni Fries. Frische Lebensmittel, direkt vom Erzeuger und aus der Region, werden vor allem auf den Bauernmärkten angeboten.

Rund 160 Bauernmärkte gibt es in Bayern, seit 13 Jahren auch jeden Freitag in Schwabmünchen auf dem Betriebsgelände der Firma Schnell am Dreifaltigkeitsweg 4. "Es ist nicht nur ein Markt", sagt Bürgermeister Lorenz Müller. "Es ist vielmehr ein Ort, wo das Einkaufen zum Erlebnis wird, wo man sich treffen, austauschen und inspirieren lassen kann, eben eine echte Bereicherung für die Stadt." Von Wild, Lamm und Fisch, Gemüse, Kräutern und Torten stammen alle Produkte aus der Region. Dass sich der Verbraucher damit etwas Gutes tut, das hat der Schwabmünchner Bauernmarkt im Rahmen der Aktionswoche des Bauernverbands "Treffpunkt Bauernmarkt - Regionales hat Saison" jetzt wieder deutlich gemacht.

"Wir haben zwar viele Stammkunden", sagt Benedikt Zedelmaier, Vorsitzender des Bauernmarktes. "Mit dieser Aktion wollen wir aber verstärkt auf Produkte aus der Region und somit auch auf ein bewusstes Einkaufen aufmerksam machen." Dazu haben sich Zedelmaier und seine "rechte Hand", Sonja Bergmeier, Leiterin der Schwabmünchner Landwirtschaftsschule, einiges einfallen lassen.

So konnten die Besucher Handwerkern beim Flechten von Körben und beim Spinnen von Garn zuschauen, mit Präsentationen und Kostproben wurde für gesunde Ernährung geworben und für die Kinder gab es einen Kochkurs. Bei einem Quiz über gesunde Lebensmittel und Bauernmärkte winkten zudem Preise im Wert von rund 800 Euro. Zum Auftakt des Bauernmarktes und auch danach gab es viel Musik von den Lautenbacher Musikanten.

Bauernmarkt: Eine echte Bereicherung für die Stadt

Auch ein Sprinnrad war zu sehen

Fanny Egger aus Wehringen hat sich mit ihrer Enkelin Franziska an das Spinnrad gesetzt. "Wir spinnen lieber als stricken", lacht sie. Das Spinnen sei in letzter Zeit "schon ein bisschen Trend" geworden. Im Landkreis gibt es sogar eine Spinn-Gruppe, die sich regelmäßig trifft. "Auch viele Kinder sind mit Begeisterung dabei", erzählt sie. Neben ihr hat Josef Zerle aus Bobingen Platz genommen.

Er zeigt, wie Körbe gemacht werden. Das Flechten hat er von seinem Nachbarn gelernt. "Für einen Korb sind locker rund sechs Stunden Arbeit fällig", sagt er. Aber die Nachfrage sei jetzt wieder groß. Alle Hände voll zu tun hatte auch Ulrich Egger aus Wehringen. Seine Maipfeifen gingen weg wie die warmen Semmeln. Sein Großvater hat ihn vor vielen Jahren in die Kunst eingeweiht.

Was die Region Stauden zu bieten hat, konnte man an den Ständen der Interessengemeinschaft Streuobstwiese Stauden und des Kräutervereins Stauden erfahren. "Der Erhalt der Natur ist eines unserer größten Anliegen", sagt Kräuterpädagogin Sieglinde Widmann aus Leitershofen. "Nicht alle wissen beispielsweise, dass die Wiese während der Vegetationszeit von April bis Oktober nur dem Bauern gehört", betont sie. "Da hat sonst keiner was zu suchen."

Vielfältiges Angebot

Hannelore Schuster aus Markt Wald kommt seit Jahren mit ihrem Beerengarten nach Schwabmünchen. Sie bringt Spezialitäten aus Eigenproduktion mit wie etwa Honig, Likör, Tee, Brot oder eingelegte Nahrungsmittel. Wie vielfältig das Angebot und die Qualität der regional erzeugter Nahrungsmittel sind, wurde unter anderem an den Ständen von Toni Dempf aus Markt Wald, Josef Huber aus Schwabmünchen, Waltraud Böck aus Eppishausen, Xaver Altstetter aus Höfen, des Pfänder-Hofs aus Schwabmünchen oder etwa des Forellen-Hofs Schindler aus Eppichshausen deutlich.

Groß gefragt wurden die Blumen der Gärtnerei Koch-Hagenbusch aus Ininngen. "Der Hagel letzte Woche hat mir alle Blumen weggemäht", erzählt eine Besucherin aus Klimmach. "Jetzt brauche ich Nachschub."

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