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Schwabmünchen

22.05.2020

Baustelle in der Schwabmünchner Fuggerstraße: Geschäftsleute sind sauer

Der erste Bauabschnitt in der Fuggerstraße dauert länger als geplant. Eine Parfümerie wirbt jetzt mit einem Baustellen-Rabatt.
Bild: Reinhold Radloff

Plus Eigentlich sollten die ersten Arbeiten in der Schwabmünchner Fuggerstraße Ende Mai beendet sein. Jetzt dauert‘s länger - die Geschäftsleute sind sauer.

Die Bauarbeiten in der Fuggerstraße an Abschnitt eins und zwei dauern länger als geplant. Die Geschäftsleute sind sauer. „Ich bin extrem verärgert“, schimpft die Filialleiterin der Parfümerie Haberstock in Schwabmünchen, Natalie Kremer. „Immer wieder werden uns Verzögerungen mitgeteilt, und immer wieder beeinträchtigt das unser Geschäft noch mehr.“

Parfümerie in der Schwabmünchner Fuggerstraße bietet Baustellenrabatt an

Natalie Kremer musste wegen der Baustelle schon Einbußen an Ostern und Muttertag in Kauf nehmen. „Das wirkte sich katastrophal auf unsere Einnahmen aus.“ Warum es immer wieder Verzögerungen beim Baufortschritt gibt, ist ihr nicht verständlich: „Die Arbeiten waren doch alle vorhersehbar.“ Um jetzt mehr Kunden in den Laden zu locken, bietet die Parfümerie jetzt einen Baustellenrabatt und einen Lieferservice an.

Auch Nico Stammel von den Häusern Schöffel-Stammel und Lowa Store ärgert sich: „Wir hatten wegen Corona und dem Straßenbau heftige Mindereinnahmen.“ Dazu komme, dass viele Menschen derzeit ohnehin nicht viel Spaß am Einkaufen haben. „Die Stimmung der Kunden ist allgemein ungünstig“, sagt Stammel, der aber Licht am Ende des Tunnels sieht: „Trotz aller Widrigkeiten laufen die Geschäfte Tag für Tag besser. Wir Geschäftsleute müssen jetzt in die Zukunft schauen. Wir bekommen ja eine schöne Einkaufsmeile.“ Positiv sieht Stammel auch, dass zumindest die Parkplätze großteils zur Verfügung standen und stehen.

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Die Schwabmünchner Fuggerstraße bekommt ein neues Gesicht.
Bild: Radloff

Zu wenig Arbeiter auf der Baustelle?

Schwierig sind die Zeiten auch für die Buchhandlung Schmid. „Ärgerlich ist, dass die Fertigstellung immer wieder verschoben wird: Von April auf Mai, von Mai auf Juni“, sagt Hans Grünthaler, der nicht versteht, warum die Straße aufgerissen und verfüllt und dann wieder aufgerissen und wieder verfüllt wird. Er bemängelt, dass wenig Baufortschritt zu sehen sei. Grünthaler: „Es sind meiner Meinung nach zu wenige Arbeiter auf der Baustelle.“

Bessere Informationspolitik der Stadt

Positiv findet er, dass die Stadt ihre Informationspolitik mit Newslettern verbessert hat. Kaum betroffen von der Baustelle ist die Raiffeisenbank. „Wir haben zwar etwas weniger Parteiverkehr, aber wir können nicht sagen, ob das an Corona oder an der Baustelle liegt. Trotzdem: Unsere Kunden finden ihren Weg zu uns, und die Geschäfte gehen nach wie vor gut“, sagt Vorstandsvorsitzender Herbert Jauchmann.

Vorwärts geht es übrigens auch am Gebäude, in dem sich früher Ihr Platz befand. Die Raiffeisenbank hatte es vor Jahren gekauft. „Mit den dortigen Baumaßnahmen hatten wir viel Pech. Aber jetzt geht’s voran. Wir haben einen neuen Architekten beauftragt, im Herbst können wir wohl die Arbeiten ausschreiben und im Frühjahr mit Abriss und Umbau beginnen. Das wird ein schöner Wohn- und Geschäftshaus-Gebäudekomplex mit einem transparenten Zwischenstück und einer gelungenen Anbindung an die neue Mitte“, berichtet Jauchmann.

Die Baustelle im Video: Auch A-TV berichtete über die gebeutelten Geschäftsleute

Lesen Sie dazu auch: Drogeriemarkt Müller verlässt Schwabmünchens Zentrum

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