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Schwabmünchen

26.03.2015

Bauwunsch mit Schwierigkeiten

Der in die Jahre gekommene Rewe-Markt (links) in der Schwabmünchner Gartenstraße soll durch einen neuen Markt ersetzt werden. Probleme bereitet dabei vor allem der Lärmschutz. Für den Neubau müssen einige der Bäume am Radweg südlich des Geländes (rechts) entfernt werden.
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Der in die Jahre gekommene Rewe-Markt (links) in der Schwabmünchner Gartenstraße soll durch einen neuen Markt ersetzt werden. Probleme bereitet dabei vor allem der Lärmschutz. Für den Neubau müssen einige der Bäume am Radweg südlich des Geländes (rechts) entfernt werden.
Bild: Christian Kruppe

Der Rewe-Markt in Schwabmünchen soll größer werden. Aber der Lärmschutz bereitet Sorgen.

Irgendwie gehört er zum Stadtbild. Und für die meisten war er schon immer da: Der Rewe-Markt, früher auch als Südmarkt und Minimal bekannt, in der Gartenstraße ist seit Jahrzehnten der oft einzige Anlaufpunkt für die umliegenden Anwohner, um ihre täglichen Einkäufe zu erledigen.

Bereits vor fünf Jahren trat Rewe an die Stadt mit einem Wunsch heran. Die in Köln sitzende Kette wollte ein neues Grundstück. Der Verbrauchermarkt sollte mit mehr Fläche an den Ortsrand ziehen. Der jetzige Markt sei für den Konzern zu klein, das Gebäude zu alt. Doch die Stadtverwaltung möchte auf einen sogenannten „Vollsortimentler“, einen Markt dessen Angebot mehr als nur Lebensmittel umfasst, im Schwabmünchner Zentrum nicht verzichten.

Zwar bot die Rewe-Group der Stadt wohl auch an, einen Discounter, in diesem Fall wohl Penny, in der Gartenstraße zu platzieren. Aber Bürgermeister Lorenz Müller stellt klar: „Ein Vollsortimentler in dieser Lage ist wichtig“. Mit dem Ziegelstadel, der ehemaligen „Neuen Heimat“, dem Kroengelände und der Innenstadt ist der Markt ein wichtiger Faktor in der Versorgung der Schwabmünchner. „Rewe legt großen Wert auf eine Neupositionierung des Marktes und daher über einen Weggang nachgedacht,“ erklärt Müller.

Nach vielen Gesprächen konnte die Stadtverwaltung jetzt Rewe vom Bleiben überzeugen. So konnte diese Woche Architekt Bernhard Schuster einen ersten Plan öffentlich vorstellen. Rewe möchte dabei mindestens eine Verkaufsfläche von 1500 Quadratmetern erreichen. Der Neubau soll dabei bis zum östlichen Rand des Grundstücks reichen und dessen komplette Breite ausnützen. Dabei entstehen um die 65 Parkplätze. Eigentlich wären 92 notwendig, doch da der Markt bisher viel fußläufige Kundschaft hat, ist dies in Augen der Stadt ausreichend.

Probleme ergeben sich vor allem mit dem Lärmschutz. Gerade die nördlichen Anlieger klagen schon jetzt über den Krach. Hier konnten aber schon erste Kompromisse gefunden werden. Zwar soll künftig an der Nordseite angeliefert werden, aber eine Lärmschutzwand schafft Abhilfe. Zudem hat Rewe zugesichert, dass es keine Nachtanlieferung geben wird und zwischen 6 und 7 Uhr nur ein Lkw kommt. Ein vom Architekt in Auftrag gegebenes Gutachten leg dar, dass durch die Maßnahmen die Lärmbelastung damit geringer als derzeit ist.

Doch der Stadt ist dies nicht genug. Sie wünscht eine Einhausung der Anlieferstelle, um noch mehr Lärm zu vermeiden. Zudem soll eine zeitgesteuerte Schranke eine Zufahrt auf das Gelände zu Nachtzeiten verhindern.

Angeregt hat der Stadtrat auch die Möglichkeit zu prüfen, die im vorgelegten Plan entfallene südlichen Zufahrt beizubehalten.

Mit der Tatsache, dass für den Neubau einige der Bäume am südlichen Radweg entfernt werden müssen, konnte sich der Stadtrat anfreunden, da Neupflanzungen auf dem Areal diese ersetzen. Die Planung soll nun mit diesen Wünschen weitergeführt werden.

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