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Langerringen

21.12.2017

Bei diesem Konzert ging es Schlag auf Schlag

Schlagwerk-Klasse der Sing- und Musikschule Langerringen. Matthias Mercineri (rechts) dirigierte vom Parkett aus sein Ensemble „Gran Cassa“ mit Xylofonisten, Schlagzeugern und Trommlern.
Bild: Hieronymus Schneider

Die Schlagwerk-Klasse der Langerringer Sing- und Musikschule ist schon im ersten Jahr konzertreif.

 Der Saal des Gemeindezentrums war prall gefüllt, als die 13-jährige Luisa Mayr das Lied „The Little Drummer Boy“ mit Klavierbegleitung von Lisa Maria Böck und einem einsamen Trommler anstimmte. Dieses Lied leitete einen besonderen Konzertnachmittag ein, der nur den Schlagwerkinstrumenten gewidmet war.

Vor knapp einem Jahr hat die Langerringer Sing- und Musikschule in ihrer Schlagwerk-Klasse das Ensemble „Gran Cassa“ gegründet. Der 28-jährige Matthias Mercineri, Doktorand der Musikwissenschaften, hatte in den Osterferien mit einem Trommlercamp mit 15 Schülern im Alter von sechs bis 15 Jahren mit der Ausbildung begonnen. Als Starthilfe gab es von der Gemeinde neue Trommeln im Wert von 1000 Euro.

Bürozeit als originelles Arrangement

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Nach einem ersten Konzert im Sommer fielen die Drummer schon beim Langerringer Markttreiben der Öffentlichkeit auf, als sie unüberhörbar durch die Straßen zogen. Nun gab es das zweite Konzert, bei dem die Zuhörer staunten, was die Musikschüler in dieser kurzen Zeit gelernt haben. Das große Ensemble mit den sechs etwas älteren Musikern klopfte mit Händen, Stäben und Tassen einen rhythmischen Schreibmaschinentakt auf die Tische. „Bürozeit“ nennt sich dieses originelle Arrangement. Mit dem Thema „Handgemacht“ setzte das kleine Ensemble das Arrangement nur mit Klatschen fort. Es wurde schließlich von allen zusammen als „Gran Cassa“ mit einer Eigenkomposition von Mercineri vollendet.

Bastian Hienzsch eröffnete den Reigen der Solo-Drummer zur Begleitmusik „Highway to Hell“, gefolgt von Simon Vogt mit dem Klassiker „Ob-La-Di, Ob-La-Da“. In die Rock’n’Roll-Zeit entführten Pascal Bartmann am Drum-Set und Lisa Maria Böck am Klavier. Der jüngste Solist, Maximilian Spreitzer, ist sechs Jahre alt und wählte den Alpenrock „Hulapalu“ als Lieblingsstück aus. Mit „Two of us“ traten die Schlagzeuger Clemens Renner und David Drexel ins Rampenlicht, dann haute Kevin Schmid mit dem Stück „Never ever“ kräftig auf die große Kesselpauke.

Zwei Brüder als Solo-Drummer

Lukas Uhl beherrschte die Doppel-Base-Drum und Anton Schuster die kleine Trommel beim „Solo 19 for Snare Drums“. Dann entführten die Brüder Veit und Fynn Kötter als Solo-Drummer das Publikum über die „First Heavy Metal Attack“ auf Schloss „Hardcastle and McCormick“. Mit Mercineris Eigenkomposition des „Drum Solo für Jenny“ leitete Mikel Hieber in das „Golden Age of Xylofon“ über, wo Fabian Streicher seine schon fortgeschrittenen Künste zeigte.

Das Trommelintermezzo „Disco Timing“ von Elias Mayr und der „Tornado“ von Lucas Balzat führten zum großen Finale mit drei Mega-Xylofonen nebeneinander. Stephan Hämmerle wirbelte mit den Schlägeln zum „Ungarischen Tanz“ mit Klavierbegleitung und David Heyking zelebrierte den „Türkischen Marsch“ von Wolfgang Amadeus Mozart mit Perkussion-Unterstützung von Christine Schmid und Klavier- und Schlagzeugbegleitung. Beim Stück „Amorada“ komplettierte Felix Hoser das Xylofon-Trio, bei der Zugabe „Zirkus Renz“ waren alle jungen Künstler auf der Bühne. Als Luisa Mayr das Lied „Stille Nacht“ anstimmte, wurde es ganz andächtig im Gemeindesaal.

Bürgermeister Konrad Dobler lud das Ensemble Gran Cassa zur musikalischen Untermalung des Neujahrsempfangs der Gemeinde am 1. Januar ein.

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