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Musik

29.07.2019

Beim Flashmob-Konzert werden Zuhörer zu Sängern

Den Auftakt des letzten Lesepark-Konzerts des Jahres setzte der Bobinger Chor Il Canzioniere unter der Leitung von Stefanie Fersch.
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Den Auftakt des letzten Lesepark-Konzerts des Jahres setzte der Bobinger Chor Il Canzioniere unter der Leitung von Stefanie Fersch.

Aus dem Auftritt von Piano&Voice im Königsbrunner Lesepark entsteht ein Spontanchor

Riesigen Besucherandrang bei milden Abendtemperaturen erlebte das letzte Konzert der beliebten Chorabende im Lesepark. In Kooperation mit der Nachbarstadt Bobingen präsentierte das dort ansässige Musikinstitut Piano&Voice den Chor Il Canzioniere unter der Leitung von – und am Klavier mit – Stefanie Fersch.

„Alle 180 Gartenstühle sind diesmal restlos belegt und sogar die Bänke und die Umrandung des Brunnens am Mercateum dicht belagert“, freute sich Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher. „Der Bühnen-Pavillon wurde diesmal sogar einige Meter weiter nach außen verlegt, um dem Besucherandrang gerecht zu werden“. Dort, im aufge-heizten Halbrund, angestrahlt von der tropisch glühenden Abendsonne schwitzten die 13 Sängerinnen und drei Sänger mit hochroten Wangen und gaben ihr Bestes.

Stimmgewaltig und dennoch ein-fühlsam interpretierte Ohrwürmer aus den 20er und 30er Jahren begeisterten die Besucher. Ob „I´ll Be There“, in den 70-er Jahren neu aufgelegt und weltbekannt geworden durch die Band Jackson Five oder der Jazz-Standard „It´s Wonderful“ aus dem Jahr 1927, stets traf der Chor perfekt den richtigen Ton. Mitgeschnippt werden konnte bei „Dream a Little Dream“ bevor Stefanie Fersch das nachfolgende Abba-Medley ankündigte.

Schwungvoll kamen Welthits der schwedischen Pop-Gruppe zu Gehör. Ob „Super Trouper“, dem Song über einen Scheinwerfer am Auto, „Money, Money, Money“ aus dem Jahr 1976 oder „Thank You for the Music“ – stets hörten die Gäste puren Ohrenschmaus. Doch damit war das ursprüngliche Konzert auch abrupt beendet.

Im Rahmen eines „Flashmobs“ – das sind Menschenansammlungen, bei dem sich fremde Menschen spontan treffen und gemeinsame Aktionen ausführen – wendete sich das Blatt komplett: „Ich lade alle Besucher herzlich ein, selbst aktiv zu werden und mit uns zu singen“, lud Stefanie Fersch ein.

Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher verteilte die passenden Liedblätter mit Texten und Noten. Anfangs etwas zögerlich gruppierten sich schließlich etliche Sangesfreudige um Piano&Voice.

Im Laufe des rund 30-minütigen Auftritts wurde der vielstimmige Besucherchor immer stimmgewaltiger. Mit strahlenden Augen sangen die Besucher bald sehr harmonisch, gemeinsam mit dem Chor. Neben altem deutschen Volksliedgut, wie „Ade zur guten Nacht“ und „Die Gedanken sind frei“ standen auch englischsprachige, modernere Lieder auf dem Programm. Für alle Aktiven gab es großen Applaus.

Kulturbüro-Leiterin Ursula Off-Melcher dankte dem spontanen Besucherchor ebenso wie den Sängerinnen und Sängern von Piano&Voice und lud die zahlreichen Gäste noch zum Verweilen im blühenden Garten rund um den großen Globus mit seinem Wassergraben herzlich ein. „Die Idee vom gemeinsamen Singen fanden wir sehr gut“, sagte das Ehepaar Christa und Karl Gleich, die bereits bei Vox Corona aktiv auf der Bühne standen. Beide freuen sich schon jetzt auf die Lesepark-Konzerte 2020.

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