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Mickhausen

02.09.2019

Beim Kutschenturnier in Mickhausen spritzt das Wasser

Nicht alle Gespanne meisterten den Wassergraben so elegant wie David Biber aus Reinhartshausen.
Bild: Walter Kleber

Gut 1000 Zuschauer feiern die 47 Gespanne, die sich beim Mickhauser Kutschenturnier in den Kurs wagen. Die Organisatoren  haben ein neues Hindernis eingebaut.

Bei spätsommerlichem Kaiserwetter erlebten am Sonntag Teilnehmer und Besucher des Kutschenturniers in Mickhausen einen Festtag des Pferde- und Fahrsportes. Der Förderverein der Herrgottsruhkapelle, in deren Schatten das Turnier heuer bereits zum zehnten Mal in Folge über die Bühne ging, sprach in einer ersten Schätzung von gut tausend begeisterten Zuschauern, die sich die rasanten Fahrten durch den Pylonen-Parcours nicht entgehen lassen wollten und rund um die einzigartige Naturarena die Wettkämpfe gegen die Stoppuhr verfolgten.

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Nicht weniger als 47 Starter in den vier Wertungsklassen konnte Turnierorganisator Harald Forster (Münster) zu Beginn der Jubiläumsveranstaltung am späten Vormittag vermelden. Gemeinsam mit seinem Team hatte er ein weiteres Mal ganze Arbeit geleistet und ein mustergültiges Turnier auf die Beine gestellt. Turnierleiter Josef Schrallhammer aus Buttenwiesen und seine Jurymitglieder verfolgten im „Rennbüro“ von hoher Warte aus das Geschehen auf dem ehemaligen Schulsportsplatz der Staudengemeinde. Schrallhammer versorgte die Zuschauer den ganzen Tag über mit vielerlei Informationen zum Fahrsport im Allgemeinen und zu den teilnehmenden Pferden und Kutschen im Einzelnen.

19 Hindernisse müssen Fahrer und Pferde bewältigen

Der eng gesteckte Parcours – ein weiteres Mal von Franz Schörgendorfer ausgetüftelt und gesteckt – umfasste 19 Hindernisse, die den Fahrern und ihren vierbeinigen Gefährten an Können und Geschicklichkeit alles abverlangten. Neben drei eng beieinander liegenden Toren aus Strohballen, einer kleinen Birkenallee und einer Brücke aus Holzbohlen hatten Harry Forster und sein Team heuer sogar einen Wassergraben in die Strecke eingebaut. Dieses neue Hindernis war die Attraktion für die Zuschauer. Denn nicht alle Pferde wollten die Wasserstelle so ohne weiteres passieren, sondern zogen den kleinen Umweg durch die angrenzende Birkenallee einem Fuß- respektive Hufbad vor. Reichlich Applaus gab es dagegen für diejenigen Gespanne, die im Galopp mit spritzenden Wasserfontänen durch den Graben rauschten.

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Für jedes Gespann mussten die fleißigen Helfer des Parcoursdienstes den Abstand zwischen den roten Plastikhütchen individuell nach der Spurbreite einstellen. 40 Zentimeter wurden zur Achsbreite addiert. Für so machen Kutscher war das zu eng – die gelben Schaumstoff-Bälle purzelten ins Gras und zur gestoppten Zeit wurden fünf Strafsekunden addiert. Die Wertung erstreckte sich auf vier Klassen: Großpferde und Ponys – jeweils ein- und zweispännig gefahren. Mit einer Minute und 41 Sekunden fuhr Cindy Weiß aus Amerdingen mit ihrem Ponygespann die absolut schnellste Zeit und sicherte sich damit nach 2018 erneut den Wanderpokal für die Tagesbestzeit.

Mit Anhängern bringen die Teilnehmer Pferde und Kutschen zum Start

Schon ab dem Vormittag herrschte auf der Herrgottsruh ein emsiges Treiben. Im Minutentakt trafen Anhänger mit Pferden und Kutschen im Fahrerlager ein. Vom niedlichen Mini-Shetland-Pony über blondmähnige Haflinger bis zu schwergewichtigen Kaltblütern war in der herrlichen Naturarena neben der über 330 Jahre alten Herrgottsruhkapelle alles vertreten. Fesche Sportler auf dem Bock, blitzendes Zaumzeug und schmuck herausgeputzte Kutschen aller Stilrichtungen und Größen sorgten für ein buntes, abwechslungsreiches Bild. Mit einem Großaufgebot an ehrenamtlichen Helfern war der Förderverein der Herrgottsruhkapelle mit seiner Vorsitzenden Margit Vogel an der Spitze den ganzen Turniertag über bei der Verpflegung der Zuschauer im Einsatz. Den Ansturm auf die Parkplätze regelte die Feuerwehr Mickhausen. Der komplette Reinerlös des Kutschenturniers fließt in den Unterhalt der Herrgottsruh-Kapelle.

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