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Kongress

22.10.2019

Beim Umweltschutz mit Spaß dabei

 „Fridays for Future Kids“ nannten sich Elisa Karl, Lena Zacher, Luisa Diepold und Lisa Lamich, die sich das Element Wasser aufs Gesicht malen ließen.
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„Fridays for Future Kids“ nannten sich Elisa Karl, Lena Zacher, Luisa Diepold und Lisa Lamich, die sich das Element Wasser aufs Gesicht malen ließen.

Die dreitägige Veranstaltungsreihe „Komm, Erde retten“ ist am Samstag mit einem großen Umweltfestival zu Ende gegangen. Was es dabei zu erleben gab und wie es für die Organisatoren weitergeht

Ein wahrlich eindrucksvolles Angebot und Aufgebot bot der Kreisjugendring in der Jugendfreizeitstätte Matrix mit seinem ersten Umweltkongress „Komm, Erde retten“.

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An den ersten beiden Tagen hatten sie vorrangig Workshops für Schulklassen sowie eine öffentliche Podiumsdiskussion mit Teilnehmern aus diversen Bereichen zu dem Thema im Programm (wir berichteten). Am dritten Tag waren für die Besucher an vielen verschiedenen Infoständen Broschüren, Dokumentationen von bereits vorhanden Aktivitäten, Vereine oder Bürgerengagements aus Königsbrunn und Augsburg wie, um nur einige zu nennen, die Permakultur, den Tauschring, den Tierschutzverein und Gut Morhard oder das Forum Plastikfreies Augsburg.

Hier konnte man genau einsehen, was man tatsächlich auch im Kleinen tun kann – beispielsweise Bienenwachstücher nutzen statt der Plastikfrischhaltefolie oder Gemüsenetze, Glasröhrchen statt Trinkhalme oder die berühmte Seife statt Duschgel. Vertreten waren auch die Lechwerke, der Verein Nanu, die Umweltstation Augsburg, Greenpeace, Gemeinwohlökonomie mit Herzstück Horgau, Fridays for Future und natürlich der Kreisjugendring selbst, der unter anderem einen Kleiderflohmarkt organisiert hatte.

Beim Umweltschutz mit Spaß dabei

An vielen Ständen konnte man auch praktische Dinge tun, wie nachhaltige Kosmetik produzieren. Spaß machten einigen Besuchern auch die Workshops des Upcyclings, Filzen oder beim Stand Wolle mehr zu erfahren über den Weg vom Schaf bis zum Garn. Hier saß Daniela Wogawa-Treise mit Enkelin Emily am Spinnrad. Sehr gut kam auch der Fuß-Weg der Umweltstation an, bei welchem die Besucher ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck erfahren konnten. Zum eigenen Verhalten im Bereich Ernährung, Konsum, Mobilität beantwortete man Fragen, die man im Punktesystem auf einer Tabelle eintragen konnte, um am Ende die Kategorie abzulesen, in welcher man sich befand.

Im Umweltkino wurde der Film „Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“ gezeigt, zuvor hatte Sunyela Roider von „Königsbrunn – mein Garten“ einen Filmvortrag zu Urban Gardening und Permakultur angeboten. Rundum wurde man mit kulinarischen Köstlichkeiten – alle vegetarisch oder vegan – verwöhnt. So mancher, der erstaunt war, wie lecker doch auch ein fleischloser Wrap und Gemüseaufstriche sein können. Am Abend folgte dann noch ein Höhepunkt mit dem Konzert von Orange feat. Mandara.

Insgesamt war es ein großartiger Nachmittag und Abend, bei dem sich Professor Wolfgang Buermann, der mit vier Kindern diesmal privat gekommen war, jedoch wunderte, warum nicht auch mehr Familien mit Kindern gekommen waren. Es sei ja auch zusätzlich ein eigenes Kinderprogramm angeboten worden. „Vielleicht hätte man einen andern Arbeitstitel nehmen, mehr den Mainstream abholen sollen“, überlegte er.

Melanie Zacher vom Kreisjugendring erklärte auf Rückfrage, dass sie unglaublich stolz sei auf das, was hier geschaffen wurde: „Das gesamte Team samt Geschäftsführer und Geschäftsleiter ist eingebunden gewesen, alle haben sich eingebracht“, unterstrich sie und erklärte weiter, dass man als Team mit dem Team Matrix gleich anschließend zu zwei gemeinsamen Klausurtagen zusammenkomme, um die Premiere der Veranstaltung aufzuarbeiten und zu schauen, wie es weitergeht.

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