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Behördenfunk

17.08.2012

Betonröhre kommt als Funkmast an die B17

In der Schleife zur Auffahrt Königsbrunn-Süd Richtung Süden wird ein 45 Meter hoher Mast gebaut

Königsbrunn Als Bauvoranfrage kam das Thema in den Bauausschuss des Stadtrats – an der B17 soll als Bestandteil des bundesweiten digitalen Behördenfunknetzes (BOS-Funk) ein 45 Meter hoher Funkmast errichtet werden. Die Stadträte gaben nach längerer Aussprache dem Projekt ihre Zustimmung.

Ursprünglich war dafür ein Standort etwa 200 Meter südlich der Bobinger Straße – auf Oberottmarshauser Flur – anvisiert worden. Jetzt schlägt das bayerische Innenministerium als neuen Standort die westliche Schleife der B-17-Auffahrt Königsbrunn-Süd vor. Dort, so informierte Bauamtsleiter Wolfgang Niederzoll die Stadträte, soll direkt neben dem Rad- und Fußweg nach Bobingen eine 45 Meter hohe Röhre aus Spannbeton errichtet werden, die oben von einer Doppelantenne gekrönt wird.

Der Mast behindert weder Fliegerhorst noch Windpark

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Baurechtlich sei das Ganze unproblematisch, informierte Niederzoll die Räte. Das Grundstück gehöre bereits dem Bund, die Höhe des Masts sei mittlerweile auch nicht mehr durch Auflagen für den Fliegerhorst beschnitten – und die Betonröhre tangiere auch nicht die Planung der Stadt für einen möglichen Windpark auf einer Fläche südwestlich der Auffahrt.

„Die Masten und das Trafohaus werden eingezäunt“, ergänzte Bürgermeister Ludwig Fröhlich die Ausführungen des Bauamtsleiters und betonte: „Das Projekt dient der Sicherheit.“

Der BOS-Funk – die Abkürzung steht für „Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“ – soll Polizei, Feuerwehren und anderen Akteuren in diesem Aufgabenbereich sicheren, störungsfreien Funkverkehr ermöglichen. Darüber werden auch Sirenen ausgelöst.

Digitaler Behördenfunk wird seit 1988 von der französischen Gendarmerie eingesetzt. In Deutschland sollte er ursprünglich vor der Fußball-WM 2006 eingeführt werden, wurde aber nur an drei Austragungsorten getestet. Mittlerweile gibt es laut Wikipedia digitalen Behördenfunk in über 30 Ländern.

Funksystem nützt Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten

„Das ist gut für Königsbrunn, das deckt weite Teile der Stadt gut ab“, kommentierte Sicherheitsreferent Alexander Leupolz (CSU) das Projekt. Davon profitieren Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste.

Niederzoll appellierte an die Kommune, als Schritt „gegen die Verspargelung der Landschaft“ solle diese doch anregen, auch die Anlagen privater Mobilfunk-Netzbetreiber auf diesem Mast mit anzusiedeln. Dagegen sprach sich jedoch Zweite Bürgermeisterin Barbara Jaser aus. Ihr war es ein Anliegen, die Nutzung durch privaten Mobilfunk auszuschließen. Davon gebe es schon so viele Sendeanlagen. Diese Einschränkung hielt ihr Parteifreund Alexander Leupolz nicht für sinnvoll. „Ein Mobilfunkstandort außerhalb von Wohngebieten ist auf jeden Fall gut“, argumentierte er.

Die Stadträte stimmten der Bauvoranfrage schließlich ohne weitere Bemerkungen einstimmig zu.

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