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Schwabmünchen

26.02.2015

Birken müssen weichen

Aus Gründen des Hochwasserschutzes müssen jetzt die vorderen drei der unter Naturschutz stehenden Birken am Feldgießgraben in der Riedstraße entfernt werden.
Bild: Foto: Günter Köhler

Drei unter Naturschutz stehende Bäume am Feldgießgraben in Schwabmünchen müssen gefällt werden. Weitere könnten schon bald folgen.

Hochwasserschutz rangiert manchmal vor Naturschutz. So aktuell auch beim Schwabmünchner Feldgießgraben. Um die Dammsicherheit und damit auch den Hochwasserschutz nicht zu gefährden, sollen diese Woche noch auf der Ostseite des Feldgießgrabens nördlich des Stegs bei den Sportanlagen an der Riedstraße die vorderen drei der unter Naturschutz stehenden Birken auf dem Hochwasserdamm entfernt werden. Mit diesem „dringenden“ Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes, der in Absprache mit der Naturschutzbehörde beim Landratsamt erfolgte, er-klärten sich jetzt die Mitglieder des Werk-, Bau-, Energie- und Umweltausschusses einverstanden.

Stadtbaumeister Stefan Michelfeit erläuterte, dass die Birkenreihe bei den Sportanlagen entlang der Ost- und Nordseite des Feldgießgrabens unter „hohem“ Naturschutz stehe. Einige der Birken nördlich des Stegs beim Sportheim seien aber nicht mehr gesund. Zudem, so Michelfeit, sei hier der auf dem Ostufer des Feldgießgrabens errichtete Hochwasserdamm eigentlich zu schmal. Und nach geltender DIN-Norm sollten Dammkronen aus Sicherheitsgründen sowieso gehölzfrei sein, der weitere Hinweis.

Bei einer gemeinsamen Begehung von Bauamt, Wasserwirtschaftsamt und Naturschutzbehörde beim Landratsamt sei man deshalb nach längerem Abwägen übereingekommen, die ersten drei Birken nördlich des Feldgießgrabenstegs ersatzlos zu entfernen.

Berechnungen hätten darüber hinaus ergeben, dass bei einem Dammbruch in diesem Bereich das Hochwasser die Bebauung in der angrenzenden Auenstraße bis zum Luise-Scheppler-Kindergarten gefährden könnte. Dem soll jetzt auch durch die Fällung der drei ohnehin nicht mehr gesunden Birken entgegengewirkt werden.

Die weiter nördlich auf der Dammkrone stehenden Birken würden jedoch erst gefällt, wenn es ihr Gesundheitszustand erfordere, so Michelfeit. Auch hier gäbe es keine Ersatzpflanzungen.

Weitere Gehölzentfernungen und Unterhaltungsarbeiten sind gemäß der Ortsbegehung am östlichen Singoldufer südlich des Feldgießgrabenwehrs an der Badstraße nötig. Laut Michelfeit sollen hier die Gehölze auf der östlichen Dammkrone ebenfalls aus Hochwasserschutzgründen sofort entfernt werden. In Abstimmung mit Wasserwirtschaftsamt, Landratsamt und Landesamt für Umwelt konnte jedoch als „Kompromiss“ erreicht werden, dass die unterhalb der Dammkrone am Singoldufer stehenden Kopfweiden erhalten bleiben. Sie seien ausreichend stand- und bruchsicher, gefährden den Hochwasserdamm nicht und haben auch für den dortigen Rundwanderweg einen prägenden Charakter, so Michelfeit.

Die südlich des Feldgießgrabenwehrs auf einer Länge von etwa 200 Metern festgestellten Uferan- und -abbrüche sollen im Frühjahr mit Wasserbausteinen gesichert werden. Die vorhandenen Ufersetzungen beseitigt und der vorhandene Deich nach Möglichkeit verbreitert werden. Die Kosten der Maßnahmen trägt auch hier das Wasserwirtschaftsamt. Die Ausschussmitglieder erklärten sich mit der Vorgehensweise einverstanden.

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