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Städte- und Gemeindebund fordert Ausweitung der Maskenpflicht in Deutschland

05.07.2010

Bittgang fürs Dorffest

Erschöpft kamen Bürgermeister Manfred Nerlinger und Andreas Jähnert nach ihrem Bittgang in Andechs an. Beim Dorffest in Wehringen dürfen sie sich erholen. Foto: Jähnert
Bild: Jähnert

Wehringen Auch um das Wetter kümmerten sich die Organisatoren des Historischen Dorffestes von Wehringen. Nachdem die letzten beiden Feste in Wehringen unter schlechtem und teilweise sehr kaltem Wetter gelitten haben und es dem Musikverein seit vier Jahren nicht besser erging, sind Bürgermeister Manfred Nerlinger sowie dritter Bürgermeister Andreas Jähnert stellvertretend für die Gemeinde und für den Musikverein zu einem Bittgang nach Andechs aufgebrochen. Spontan und untrainiert hatten sie sich schon vor einer guten Woche zu dem Fußmarsch entschlossen. Los ging es schon um halb drei Uhr nachts. Rund 64 000 Schritte und 51 Kilometer zählte Jähnert bis zum Ziel. Gelitten hatten sie an den Folgen noch Tage danach. Doch das Opfer könnte sich laut den Trendmeldungen fürs Wetter lohnen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Während über der Hauptstraße in Wehringen bereits die bunten Wimpel flattern und Banner auf das Großereignis aufmerksam machen, ist auch die letzte Planungsphase fast abgeschlossen, laufen bei den beteiligten Vereinen und Gruppierungen die letzten Vorbereitungen auf Hochtouren. "Wir zeigen Wehringens gesamte Geschichte - von den Kelten bis zur heutigen Zeit", so Verwaltungsoberamtsrat Jürgen Schuler, bei dem die Fäden zusammenlaufen.

Etwa 20- bis 30 000 Besucher werden erwartet. An vier Tagen, vom 9. bis 12. Juli, wird an über 70 Stationen zwischen Haupt- und Römerstraße sowohl für das leibliche Wohl gesorgt und auch traditionelle handwerkliche Arbeitsweisen werden vorgeführt: beispielsweise das Papierschöpfen, alte Handarbeitstechniken, Lederkunst, Besenbinden, Seifensieden und vieles mehr.

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In einem reichen Begleitprogramm werden den Besuchern historische Musik, Trachten und Rittersleut, Bogenschießen Gaukler und Jongleure aber auch eine Schau historischer Traktoren sowie eine Ausstellung zur Dorfgeschichte geboten. Für die jungen Gäste gibt es ein Märchenzelt, einen Kletterturm, einen Streichelzoo, Zauberer, Mäuseroulette und anderes.

Eine Premiere ist das Keltenlager, in dem erstmals in Wehringen das Leben in der Frühgeschichte dieses Raums nachempfunden wird. Dazu passend zeigt eine Ausstellung neueste archäologische Funde aus Wehringen. Prof. Dr. Bernd Päffgen aus München referiert am Samstag in einem Festvortrag eigens darüber.

Ein weiteres Schmankerl des Festes stellt der Serenadenabend mit dem Luftwaffenmusikkorps der Bundeswehr aus Neubiburg am Montag, 12. Juli, um 20 Uhr dar.

"Und für alle, die nicht auf die Spiele der Fußballweltmeisterschaft verzichten wollen, gibt es ein Public Viewing in der Nähe des Festgeländes", verspricht Bürgermeister Nerlinger den WM-Fans unter den Festgästen. (inge/pit)

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