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Graben

27.11.2020

Black Friday: 300 Mitarbeiter streiken bei Amazon in Graben

Zur Rabatt-Aktion "Black Friday" haben rund 300 Beschäftigte bei Amazon in Graben ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern Tariflöhne und bessere Arbeitsbedingungen.
Bild: Marcus Merk (Symbolbild)

Im Zuge der Rabattaktion "Black Friday" legen rund 300 Beschäftigte bei Amazon in Graben ihre Arbeit nieder. Sie fordern Tariflöhne und bessere Arbeitsbedingungen.

Im Zuge der Rabattaktion "Black Friday" haben rund 300 Amazon-Mitarbeiter in Graben ihre Arbeit niedergelegt. Neben der Einführung von Tariflöhne fordern sie bessere Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft Verdi hatte die rund 1800 Beschäftigten mit Beginn der Nachtschicht am Mittwochabend zu einem mehrtägigen Streik aufgerufen.

Nach Angaben von Sylwia Lech, Gewerkschaftssekretärin im Bereich Handel im Bezirk Augsburg auf Nachfrage, beteiligen sich derzeit rund 300 Mitarbeiter. Der Streik werde bis Sonntagmorgen fortgesetzt - allerdings nicht am Logistikzentrum vor Ort. Weil es einige Corona-Fälle bei Amazon gegeben habe, sei den Streikenden nahegelegt worden, zu Hause zu bleiben, erklärt Gewerkschafterin Lech.

Amazon: Streik am Black Friday

Ihren Angaben zufolge befänden sich einige Mitarbeiter in Quarantäne, einige würden auch auf der Intensivstation behandelt. Neben Arbeitsbedingungen und Lohnsituation kritisierte die Gewerkschafterin zuletzt auch die mangelhaften Infektionsschutzvorkehrungen am Standort in Graben.

Amazon weist dies zurück. Auf Anfrage heißt es schriftlich, das Gesundheitsamt habe dem Konzern Anfang November nach einem Besuch des Logistikzentrums in Graben bescheinigt, die coronabedingten Schutzmaßnahmen gut umzusetzen. Diese umfassten unter anderem gestaffelten Schichten und Pausen, das Tragen von Masken, Einbahnstraßen und eine erhöhte Reinigung.

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Die Diskussion ist geschlossen.

28.11.2020

Die Fakten sind eindeutig:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/handel-2019-warum-amazon-kleine-laeden-vernichtet-und-retten-kann-a-1243886.html

>>
"Die Händler treiben die Kunden mit schlechten Onlineshops in die Arme von Amazon", sagt Branchenexperte Heinemann. "Sie müssen massiv in den Onlinehandel investieren und nicht versuchen, die Kunden umzuerziehen."
...
Heinemann sieht "eine Kundenorientierung wie in den Fünfzigerjahren". Beim Service sei Amazon die Messlatte, an der sich deutsche Händler messen müssen. "Schritt eins muss ein exzellenter Onlineshop sein." Auf Beratung in den Läden zu setzen, sei überschätzt. "Die Kunden informieren sich selbst im Netz und wollen eine große Auswahl."
<<

Dieser Gedanke der Umerziehung gedeiht zusammen mit analogem kommunalpolitischem Denken und linksbunten Vorstellungen von attraktiven autofreien Städten ganz hervorragend - nur leider absolut erfolglos.

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27.11.2020

Amazon verdrängt fast weltweit den klassischen Einzelhandel, ein neuer Mitarbeiter bei Amazon vernichtet 2 andere Arbeitsplätze. Die Beschäftigten liegen in der Bezahlung unter dem Einzelhandelstarif und das finden Sie gut ?

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27.11.2020

>> ein neuer Mitarbeiter bei Amazon vernichtet 2 andere Arbeitsplätze. <<

Quelle?

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28.11.2020

Phönix TV Amazon Gnadenlos erfolgreich

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28.11.2020

Ich dachte an eine wirtschaftswissenschaftliche Untersuchung und nicht an ein flott gesprochenes Wort eines Journalisten.

Ich finde Amazon spitze - bei den Lieferdiensten finden auch Menschen Arbeit die kaum deutsch sprechen. Das ist genau das richtige Geschäftsmodell für Deutschland!

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28.11.2020

Amazon Deutschland Einzelhandel 2018
Umsatz 280 Mrd. US-Dollar
840 000 Mitarbeiter
Umsatz 333 175 pro Mitarbeiter Umsatz pro Mitarbeiter 162 000 Euro

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28.11.2020

Die Darstellung ist nicht Original
Der Begriff " Deutschland Einzelhandel 2018 "
gehört in Zeile 5

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28.11.2020

>>Das ist genau das richtige Geschäftsmodell für Deutschland!<<

Nein, nur ein armseliger Versuch für die Rechtfertigung, dass die Reichen reicher werden und die Armen ärmer. Ausgerechnet in der Corona Pandemie so deutlich wie nie zu sehen.

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27.11.2020

Ich bin Gottfroh, das es amazon und gibt und jeder der bei amazon arbeitet, sollte froh sein, gerade jetzt einen systemrelevanten Job zu haben, der quasi sicher ist. Und wem es bei amazon nicht passt zu arbeiten, der soll doch einfach gehen.
So regelt man das im wirklichen Leben.
Aber bitte nicht einen Arbeitsvertrag eingehen (hat was mit "vertragen" zu tun) und im Nachgang rummaulen (Neudeutsch: Streiken)

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27.11.2020

Hallo Arbeitgeber: Knut arbeitet für euch mit Arbeitszeiten wie im 19. Jahrhundert, 70-Stunden, 6 Tage die Woche, bei Wasser und Brot...

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27.11.2020

Es ist doch schön, dass es noch so brave Menschen gibt, die fast umsonst schuften und auf eine anständige Rente verzichten. Vielleicht finden sich noch ein paar so brave Menschen damit Jeff Bezos nicht in Armut leben muss.

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27.11.2020

Macht nichts. Wenn was einen Tag später kommt. Zumindest kann man bei Amazon ohne Vermummung einkaufen.

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