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Feierstunde

04.10.2019

Blumen für den Friedensstifter Mahatma Gandhi

Zum indischen Nationalfeiertag kamen zahlreiche Gäste zu einer kleinen Feierstunde zu Ehren des großen Friedensstifters Mahatma Gandhi. In der zweiten Reihe, Vierter von rechts, der indische Generalkonsul Sugandh Rajaram. Foto: Andrea Collisi

Zum indischen Nationalfeiertag kam der indische Generalkonsul ins Königsbrunner Rathaus

Bereits zum vierten Mal fand im Königsbrunner Rathaus eine kleine Feierstunde anlässlich des Geburtstages des indischen Friedensstifters und pazifistischen Widerstandskämpfers Mahatma Gandhi statt. Der am 2. Oktober 1869 in Porbandar geborene Mohandas Karamchand Gandhi wird in Indien als Vater der Nation verehrt, und Gandhi Jayanti ist einer der drei indischen Nationalfeiertage, der in allen indischen Bundesstaaten und Unionsterritorien feierlich begangen wird.

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Dort wird der Tag im stillen wie öffentlichen Gebet begangen, in allen öffentlichen Institutionen und in jeder Schule werden Gedenkveranstaltungen organisiert. Hier in Königsbrunn würde man geehrt sein, so Bürgermeister Franz Feigl in seiner Ansprache, dass der indische Generalkonsul Sugandh Rajaram aus München in die Brunnenstadt käme, um den für Indien so wichtigen Tag gemeinsam zu begehen. Königsbrunn habe, wie Bürgermeister Feigl weiter unterstrich, unterschiedliche Beziehungen zum Staat Indien und vielfältige Verbindungen.

Da sei zum einen der seit zehn Jahren bestehende Schüleraustausch mit dem Gymnasium Königsbrunn und der DePaul International Residental School in Mysore im südwestindischen Staat Karnataka, das durch den Stadtrat und Kulturbeauftragten Norbert Schwalber seinerzeit mitinitiiert wurde. Dieser wie auch die den Austausch stetig begleitenden Lehrkräfte Marietta Weber und Volker Täufer sowie vier Schüler, die im vergangenen Jahr Indien bereist hatten, waren zu der kleinen Feierstunde gekommen. Ebenso waren auch Vertreter aus dem ursprünglich als Privatinitiative von Andreas Siegmund entstandenen Unterstützungs- und Patenschaftsprojekt „Hand in Hand“ der katholischen Pfarreiengemeinschaft gekommen.

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Feigl freute sich über die Anwesenheit von Prof. Wolfgang Knabe, dessen Forschungen und Entdeckungen zu Indien und dessen überregional bekanntes Museum über die Handelsbeziehungen zur Zeit Jakobs Fugger, dem Mercateum, die starken Beziehungen Königsbrunn zum indischen Staat Indien im Ursprung zu verdanken habe. Der Stadtrat war durch die stellvertretende Bürgermeisterin Barbar Jaser vertreten, und aus der städtischen Verwaltung kamen Thomas Helmschrott und der Wirtschaftsförderer Robert Linse.

Dass gleich vier Altstadträte teils mit Gattinnen Herbert Christl, Walter Engelhard, Erwin Gruber, und Walter Seckler sen. gekommen waren, unterstrich Feigl als besonderes Vorkommnis. Der Generalkonsul Sugandh Rajaram erwiderte in seiner Rede seine Freude über das Interesse und die Anteilnahme, wofür er sich mehrfach bei allen bedankte, auch für die Verbindungen, die man zu seinem Land aufrechterhalte. Er sei stolz, seit drei Jahren in Deutschland sein Land zu vertreten. Rajaram erinnerte an Mahatma Gandhi als den großen Pazifisten. Satyagraha sei die Grundhaltung Gandhis gewesen. Satyagraha beruht darauf, die Vernunft und das Gewissen des Gegenübers, manchmal Gegners, anzusprechen, sodass dieser sich daraufhin ändere. Ahimsa, also die absolute Gewaltlosigkeit, sei eines der wichtigsten Botschaften des gelebten Hinduismus Gandhis. Daran sei immer wieder zu erinnern, auch heute, wo auf der Welt durch Terrorismus und Extremismus immer wieder die Politik und demokratische Gesellschaft zu sprengen versucht würde.

Wie es bei dem indischen Ritus üblich ist, gedachten die Teilnehmer mit niedergelegten Blüten an der Statue Gandhis, diesem großen Menschen. Zuvor wurden unter der musikalischen Begleitung von Felix Bönigk die indische und die deutsche Nationalhymne gespielt und gesungen.

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