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Bobingen

04.11.2019

Bobingen wächst weiter

Drei große Gebäude sollen in der Greifstraße 36 Wohnungen für Familien mit niedrigerem Einkommen bieten.
Foto: Elmar Knöchel

Ein weiteres Bauprojekt wächst in Bobingen in die Höhe. Bezahlbarer Wohnraum für Einkommensschwächere soll entstehen. 

Die Koloniestraße war abgesperrt, damit die kleine Feier ungefährdet über die Bühne gehen konnte. Das Richtfest für die drei neuen Wohngebäude in der Greifstraße Ecke Koloniestraße, war kurz, aber durchaus symbolträchtig. Denn hier baut kein Investor und keine Wohnbaugesellschaft, hier baut die Stadt selbst. Dank der kommunalen Wohnbauförderung ist Bobingen in der Lage, das Projekt zu stemmen.

Die Schulden werden von den Mieten bezahlt

Bürgermeister Bernd Müller erklärte, wie die Finanzierung funktioniert: „Die Gesamtkosten liegen bei 8,7 Millionen Euro. Davon haben wir vom Freistaat einen Zuschuss von 3,135 Millionen bekommen, die restlichen 5,5 Millionen Euro bekommen wir als zinsloses Darlehen“. Das Grundstück hätte die Stadt selbst beigesteuert. So würden sich die Kosten unter die sogenannten rentierlichen Schulden einreihen. Denn es würden ja Mieteinnahmen entstehen, die auch der Tilgung des Darlehens dienen.

36 neue Wohnungen in drei Bauten

Sichtlich stolz lauschte Bernd Müller der traditionellen Richtfestrede. Es sei eine Meisterleistung, ein Projekt in dieser Größenordnung in einer kleinen Stadt wie Bobingen so schnell umzusetzen. Insgesamt 2074 Quadtratmeter Wohnfläche würden hier entstehen. 36 Wohneinheiten fänden darin Platz. Aufgeteilt in sieben Einzimmer-, sechs Zweizimmer-, 14 Dreizimmer- und 3 Vierzimmerwohnungen. Zusätzlich würden 35 Tiefgaragenplätze und 23 oberirdische Stellplätze entstehen.

Die Vermietung der Wohnungen würde von der Stadt selbst vorgenommen, so Müller. Es seien keine ausgewiesenen Sozialwohnungen, aber man könnte das Ganze durchaus unter dem Begriff sozialer Wohnungsbau zusammenfassen. Denn es gebe keine gesetzlichen Vorgaben, die bei ausgewiesenen Sozialwohnungen zu beachten seien.

Alternative zu teurem Wohnraum

Das Angebot richte sich aber explizit an Familien und Personen, die mit einem niedrigeren Einkommen Probleme hätten, bezahlbaren Wohnraum in Bobingen zu finden. Hierbei würde nicht nach starren Regeln vorgegangen, sondern jeweils die Einzelfälle geprüft. Die endgültigen Vergabekriterien stünden allerdings noch nicht fest, so Stadtkämmerer Alexander Ziegler. Man sei aber durchaus stolz, so ein städtisches Projekt verwirklicht zu haben, um nun auch einkommensschwächeren Mitbürgern eine Wohnmöglichkeit bieten zu können. Dass dies ein nicht alltägliches Richtfest war, wurde auch daran deutlich, dass nahezu der ganze Stadtrat bei der Feier anwesend war. In parteiübergreifender Einigkeit zeigte man sich stolz und glücklich, dass dieses Projekt nun in die Endphase geht. „Ein guter Tag für Bobingen,“ war die einhellige Meinung zu diesem Richtfest.

Müller bedankte sich für eine außergewähnlich gute Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Planungsstab, Architekten und den ausführenden Baufirmen. Er wies auch darauf hin, dass viele ortsansässige Handwerker an dem Projekt beteiligt seien.

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