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Bobingen

20.09.2019

Bobinger Waldspielplatz soll Spielpark werden

Die alte Eiche am Waldspielplatz in der Siedlung bleibt erhalten, andere Bäume mussten weichen. Nun geht es um eine Neugestaltung der Anlage.
Bild: Elmar Knöchel

Der Waldspielplatz in Bobingen war schon immer mehr als ein Platz zum Toben. Nach der Baumfällung wird nun neu diskutiert, wie er sich verändern könnte.

Für viele mag es nur ein Spielplatz sein. Für diejenigen, die schon lange oder gar immer in der Siedlung leben, ist er mehr als das. Es ist ein Ort, wo Erinnerungen lebendig werden. Generationen von Siedlerkindern haben dort gespielt, die umliegenden Wälder unsicher gemacht, erste Freundschaften geknüpft und leider auch manchmal die erste Zigarette geraucht. Es kann somit niemanden wundern, dass Veränderungen an diesem „historischen“ Ort in der Siedlung mit Argusaugen betrachtet werden. So sollte man den Aufschrei verstehen, als dort im vergangenen Jahr aus Sicherheitsgründen und wegen Borkenkäferbefalls ein großer Teil der Bäume gefällt wurde.

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Das tat Siedlern in der Seele weh. Doch, so versichern Verwaltung und Stadtrat, habe an der Aktion kein Weg vorbeigeführt. Die jetzige Situation am Spielplatz solle indessen nur eine Zwischenstation sein. Denn im Bauausschuss wurde jetzt beschlossen, dort wieder Bäume zu pflanzen. Allerdings sollen diese nicht „einfach so“ gepflanzt werden, sondern nach Plan, mit einem festen Ziel. Natürlich ist der Hauptzweck, an den Spielgeräten im Sommer Schatten zu spenden. Aber der Spielplatz ist auch Bestandteil eines Begrünungsplanes in der Siedlung. Im Zuge dessen soll aus dem Spielplatz ein regelrechter kleiner „Spielpark“ werden.

Auf dem Waldspielplatz könnte ein Lehrpfad entstehen

Es solle zusätzlich ein Weg durch den Platz angelegt werden, der sich mit Begrünung als Lehrpfad präsentieren könnte. An der Nordseite zum angrenzenden Spielplatz ist eine Blumenwiese geplant, mit lockerer Busch- und Sträucherbepflanzung. Ein Insektenhotel könnte dort den Kindern helfen, mehr Naturverständnis zu vermitteln. Der parkartige Charakter mit lockerem Bewuchs sei geeignet, den Eltern der spielenden Kinder mehr Aufenthaltsqualität bieten. Natürlich würden alle Maßnahmen in Absprache mit den Verantwortlichen des Siedlervereins erfolgen. Denn traditionsgemäß kümmert sich der Verein um die Pflege und den Erhalt des Spielplatzes am Rand der Westlichen Wälder.

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Und eine gute Nachricht zum Schluss: Die alte Eiche am südlichen Rand des Platzes solle auf jeden Fall erhalten werden. Allerdings könnte sie in Zukunft, so die Bitte von Stadtrat Thomas Hauser, öfter auf ihren Gesundheitszustand überprüft werden. Somit wolle man Gefahren für spielende Kinder möglichst minimieren.

Um Gefahren insbesondere für Kinder geht es auch bei der Ampelanlage an der Bahnhofstraße. Wie mehrfach berichtet, soll das Dauerprovisorium an der Kreuzung mit der Greifstraße und dem Meyerweg verändert werden und mehr Sicherheit schaffen. Doch das verzögert sich.

Fußgänger sollen mehr Zeit haben, die Straße zu überqueren

Als Erstes wurde die Grünphase für Fußgänger von sieben auf zwölf Sekunden verlängert. Nach Diskussionen im Stadtrat, einer Ortsbegehung mit Polizei und Vertretern der Bürgerinitiative sowie einem Runden Tisch mit allen Beteiligten, wurde beschlossen, die Ampel zeitnah zurückzubauen. So solle sie in Zukunft nur noch als Fußgängerampel fungieren. Allerdings scheint dieser Rückbau schwieriger als gedacht.

Zunächst informierte die ausführende Firma, dass hierzu eine neue Steuerungsanlage eingebaut werden müsse und auch Arbeiten an den Leuchten nötig seien. Bei einem Besichtigungstermin vor Ort wurde festgestellt, dass die provisorische Ampel bisher mit sogenanntem Baustrom betrieben worden war. Davon sei aber dringend abzuraten, so die Fachleute. So sollten die Umbauarbeiten noch dieser Tage über die Bühne gehen. Da nun aber wohl die Verlegung einer neuen Leitung nötig werde, müssen erst einmal die Lechwerke anrücken. Und das sei frühestens in drei bis vier Monaten möglich, erklärte Bürgermeister Müller nun im Bauausschuss. Ob es machbar sei, mit einer provisorischen Lösung früher in Betrieb zu gehen, werde derzeit geprüft.

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