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Großaitingen

28.01.2019

Böllerschützen überzeugen mit Präzision

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Beim abschließenden Salut versprühen alle Böller gleichzeit unter ohrenbetäugenden Lärm ihren Funkenregen.
Bild: Uwe Bolten

Mehr als 50 Böllerschützen bieten beim Sebastiani-Schießen der Singoldschützen ein sehenswertes Spektakel. Warum sich im Nachhinein einige Besucher erschrecken

Die Atemluft der Anwesenden in der voll besetzten Sebastians-Kapelle war an kleinen Dampfwolken sichtbar. Vor dem Hochaltar standen der Chor und die Musiker der Gruppe „Zeitlos“, um gemeinsam mit den Teilnehmern des Festumzuges eine Messe insbesondere für die verstorbenen Mitglieder der Böllergruppe der Singoldschützen zu feiern. Die Schützen hatten sich zuvor in Begleitung des Musikvereins Großaitingen auf den Umzug vom Schützenheim zum Gotteshaus gemacht. „Wir halten die Traditionen hoch. Die Singoldschützen feiern heuer das 60-jährige Bestehen. Darum haben wir uns für die Durchführung des Sebastiani-Böllerschießens beworben“, sagte Schützenmeister Helmut Geiger vor dem Abmarsch.

Laden bei Licht

Nach der Messe, die Pfarrer Hubert Ratzinger auf den Verein und das Ehrenamt abgestimmt hatte, reihten sich die außerhalb der Kapelle zahlreiche weitere Böllerschützen zum Fackelzug ein. Den niedrigen Temperaturen trotzend, begleiteten einige Großaitinger Bürger den Umzug, der am hell erleuchteten Festplatz zum Böllerschießen endete. Geiger dankte später dem THW aus Schwabmünchen für diese Unterstützung. „Durch eure Hilfe war das gefahrlose Laden bei Licht möglich. Dies ist bei so großen Böllervorhaben wichtig“, richtete er seine Worte an Alexander Schießler und das Team des THW.

Der erste Schuss kam auf den Punkt

Entlang der Krautgartenstraße stellten sich die mehr als 50 Böllerschützen auf, Schussmeister Peter Kuchenbaur fand seinen Regieplatz auf einem den Teilnehmern gegenüberliegenden Hügel. Geiger sorgte den Zuschauern für Sicherheit. „Gehen sie bitte weiter zurück. Mindestens 50 Meter Abstand zu den Schützen. Und halten sie den Kindern die Ohren zu, es wird laut“, hörte man ihm auf dem Weg zu den zahlreichen Zuschauern immer wieder sagen.

Der erste Schuss, ein Salut, kam auf den Punkt, Verzögerungen waren kaum hörbar. „Das war Perfektion“, sagte ein Besucher bewundernd, nachdem die letzten Funken der Pulverexplosion aus den Waffen verglüht waren. Die weiteren Schussfolgen (schnelles und langsames Reihenfeuer, Ping-Pong und der abschließende Salut) liefen ähnlich perfekt. Zwischen den Schüssen sorgte immer wieder das zugeschaltete Flutlicht für ein sicheres Laden. In der Dunkelheit fixierten die Schützen die leuchtenden Signalstäbe des Schussmeisters, der damit, neben seinen lauten Ansagen, die Ausführungskommandos gab. Mit kräftigem Applaus dankten die Zuschauer den Schützen für diese beeindruckende Darbietung.

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Die Singoldschützen böllern in Großaitingen
Bild: Uwe Bolten

Einige Zuschauer haben sich erschrocken

Drei Schüsse im Nachhinein ließen einige Zuschauer zusammenzucken, die damit nicht gerechnet hatten. „Das waren Böller, die während des Schießens nicht zündeten. Die Ladungen müssen auf jeden Fall verschossen werden“, erläuterte Geiger den scheinbar besorgten Besuchern.

In seiner Festansprache im Schützenheim lobte Geiger die Abordnungen aus Langerringen, Schwabegg, Untermeitingen, Graben Kleinaitingen, Kreuzanger, Walkertshofen, Hurlach sowie die vereinseigenen Böllerschützen, die unter der Leitung von Schussmeister Peter Kuchenbaur ein sehr diszipliniertes und gelungenes Böllerschießen durchführten. Sein Dank ging unter dem Applaus der Ehrengäste und Böllerschützen an den Musikverein Großaitingen unter der Leitung von Stefanie Sperber sowie den Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr, die die Marschsicherung und Absperrung der Krautgartenstraße übernahmen.

Bürgermeister Erwin Goßner erzählte in seiner Ansprache: „Ich durfte vor einiger Zeit einmal mit dem Böller schießen. Das hatte schon was“, sagte er mit einem Glitzern in den Augen.

Gauschützenmeister Joachim Peters stellte fest: „Sport, Freude und Geselligkeit macht den Schießsport so interessant“, sagte er verbundenen mit dem Glückwunsch für das Jubiläum und überreichte als Anerkennung einen Schmuckteller des Schützengaus Lech/Wertfach an Helmut Geiger.

Es wird keine große Feier geben

„Wir werden keine große Feier zum Jubiläum ausrichten, sondern es auf mehrere kleinere Veranstaltungen verteilen. Das Schießhallen-Fest im Oktober dabei einen Höhepunkt darstellen. Anfang März fällt die Entscheidung, ob wir dieses Jahr wieder zum Trachten- und Schützenumzug beim Oktoberfest in München zugelassen werden“, beendete Geiger die Vorschau ins Jubiläumsjahr.

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