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15.03.2011

Bomben und Granaten schlummern in der Erde

Ein Bergungskommando ist derzeit im neuen Grabener Gewerbegebiet unterwegs, um alte Blindgänger aus dem zweiten Weltkrieg aufzuspüren.
Bild: Monika Schmich

Die Schrecken der Vergangenheit haben ihre Spuren in der Region hinterlassen – nicht nur in der Erinnerung der vielen Zeitzeugen.

Die Schrecken der Vergangenheit haben ihre Spuren in der Region hinterlassen – nicht nur in der Erinnerung der vielen Zeitzeugen. Die schlimmen Flugzeugangriffe während des zweiten Weltkriegs, der Bombenhagel, der über dem Lechfeld niederging – das alles muss auch heute noch berücksichtigt werden, wenn irgendwo gebaut wird.

Ganz besonders rund um den Flugplatz der Bundeswehr, der während des Krieges schwer bombardiert wurde. Genau in diesem Bereich entsteht nun ein neues Gewerbegebiet der Gemeinde Graben. Bevor die Bauarbeiter anrücken, durchkämmt ein Kampfmittelfeuerwerker mit seinen Männern den Grund und Boden und beseitigt die gefährlichen Hinterlassenschaften. „Wir sind dafür da, das Risiko für Leib und Technik zu reduzieren“, sagt Kay Lares von der Augsburger Firma Geomer. Die Gemeinde Graben hatte das Team extra dafür beauftragt. Seit einer Woche sind sie im Einsatz.

Am Montagnachmittag stießen sie auf eine 250 Kilo schwere amerikanische Sprengbombe und vier kleinere, zehn Kilo schwere Splitterbomben gestoßen. Umgehend wurde ein Sprengmeister alarmiert. Das Gelände wurde großräumig abgesperrt. Auch die B 17 und die Zugstrecke waren für rund eine Stunde dicht. Auf dem Lechfeld-Flughafen wurde der Betrieb eingestellt, bis kurz vor 18.30 Uhr Entwarnung gegeben wurde. Dass das Team bei der weiteren Suche noch einmal fündig wird, ist nicht ausgeschlossen. „Hier liegt unheimlich viel“, sagt Lares. In einer Woche haben er und sein Team fünf Bomben, 20 Granaten und rund 1,5 Kilogramm Infanteriemunition ausgegraben.

Auch bei anderen Bauvorhaben, wie den Logistikzentren von Aldi oder Lidl, waren die Grundstücke im Vorfeld von der Munition befreit worden. (monik)

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