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Schwabmünchen

28.11.2010

Budenzauber am Schrannenplatz

Die fast 40 Aussteller haben ihre Stände am Hoigarten liebevoll dekoriert. Fotos: Ivanka Williams-Fuhr

Liebevoll geschmückte Stände voller handgefertigter Geschenkartikel, ein festlich leuchtender Christbaum, Musik, kulinarische Leckereien, Glühwein und heiße Makkaroni: der traditionelle Hoigarten am Schwabmünchner Schrannenplatz hat wieder seine Pforten geöffnet. Von Ivanka Williams-Fuhr

Schwabmünchen. Liebevoll geschmückte Stände voller handgefertigter Geschenkartikel, ein festlich leuchtender Christbaum, Musik, kulinarische Leckereien, Glühwein und heiße Makkaroni: der traditionelle Hoigarten am Schwabmünchner Schrannenplatz hat wieder seine Pforten geöffnet. Der von der Werbegemeinschaft mit Unterstützung der Stadt organisierte Budenzauber begleitet bereits seit 28 Jahren die Adventszeit. Nach dem etwas schleppenden Auftakt am Donnerstag ging es am Wochenende so richtig los. Zahlreiche Besucher schlenderten schon vor der offiziellen Eröffnung durch die stimmungsvolle Budenstadt. Rund 40 Stände der Vereine, Gruppierungen und Kunsthandwerker aus Schwabmünchen und der näheren Umgebung laden heuer zum Schauen, Verweilen und Kaufen ein. Neben einem großen kulinarischen Angebot bilden wie seit jeher Handwerk und Selbstgemachtes den Schwerpunkt.

Glasperlen, Schmuck, Gestricktes, Weihnachtsdekoration, Krippen, Kerzen, Engel, Poster und Weihnachtskarten - die Auswahl an originellen, hochwertigen Geschenk- und Gebrauchsartikeln ist groß. Das Sortiment wurde auch dieses Jahr erweitert. "Es ist einer der schönsten Weihnachtsmärkte weit und breit", schwärmt eine Besucherin. Das erste Hoigarten-Wochenende begann mit einer besonderen Attraktion: Eisschnitzer Klaus Grunenberg zeigte, wie aus einem Eisblock ein filigranes Kunstwerk entsteht. Die kleinen Besucher konnten zudem auf Ponys ihre Runden drehen. Für Musik sorgten zum Beispiel am Samstag die Musikvagabunden - eine Gruppe Musiker, die sich der böhmisch-mährischen Blasmusik verschrieben haben.

Eine reizende Idee haben sich die Werbegemeinschaft und der Kunstverein Schwabmünchen einfallen lassen: über den Hoigarten sind Wunschfahnen aufgehängt. Solche Tücher können in den teilnehmenden Geschäften oder zu Hause mit einem Wunsch versehen werden. "Das Fahnenmeer soll im Laufe des Hoigartens immer weiter wachsen und die guten Wünsche über uns schweben lassen", sagt Michael Großmann vom Organisationsteam, dem auch Dr. Jean-Pierre Kremer und Stefan Höfner angehören. Für Großmann und sein Team ist es vor allem wichtig, dass der Hoigarten seinen gemütlichen Charakter behält: "Wir wollen keinen Rummelplatz, die Besucher sollen sich hier gerne treffen, an den Feuerschalen wärmen, sich einfach von der schönen Atmosphäre bezaubern lassen - und natürlich auch die einen oder anderen Kunstwerke der Aussteller erwerben. Der Verkaufserfolg motiviert ja schließlich zum Weitermachen." Viele der Aussteller sind seit Jahrzehnten dabei. Catalina Mayer zum Beispiel. Sie stellt ihre handgefertigten Glasengel, Keramik- oder Tiffanyarbeiten aus und lässt sich auch über die Schulter schauen: "Es läuft eigentlich immer sehr gut", sagt die Schwabmünchner Künstlerin. "Man merkt allerdings, dass die Leute rechnen müssen."

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Auch Aussteller sind zufrieden und kommen immer wieder

Ebenso lange serviert Justine Guadagnini Glühwein und Kinderpunsch, Rum, Grappas und Schnäpse. "Es macht immer noch sehr viel Spaß", sagt die frühere Inhaberin der Schwabmünchner Rosstränke. Der Hoigarten hätte sich im Laufe der Jahre zu einem echten Anziehungspunkt entwickelt. Zum dritten Mal dabei sind die Menkinger Narren mit einer Germknödel- und Apfelkuchenbude sowie einem "Narrengeist"-Schnaps. Daneben können dort auch Gutscheine für die Narrenabende erworben werden. Socken, Marmelade, Keramik, Glasschmuck und Mistelzweige bietet Wilfried Grigo aus Schwabmünchen an. "Es ist unser Hobby", sagt er. "Reich wird man davon nicht, aber es macht Spaß."

Marion Baur aus Langerringen ist ebenfalls Stammaussteller beim Schwabmünchner Hoigarten. Sie stellt Glasperlen und Schmuck her und zeigt ihr Handwerk gerne vor Ort: "Vor allem die Kinder schauen lange interessiert zu", sagt sie. Stefan Hefele aus Schwabmünchen hat heuer zum ersten Mal einen Stand beim Hoigarten aufgebaut. Er zeigt "traumhafte Fotografien", Poster und Kalender mit eindrucksvollen Bildern aus fernen Ländern und der Heimat. Zum ersten Mal gibt es auch wieder heiße Maroni. Susanne Hartmann und Nicole Reisinger vom TSV Schwabmünchen, Abteilung Tennis, haben die Idee gehabt. "Bis jetzt haben wir schon 30 Kilo verkauft", strahlen die beiden.

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