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Großaitingen

23.11.2019

Bürgermeister Erwin Goßner will eigene Wählergruppe gründen

Großaitingens Bürgermeister Erwin Goßner hat sich entschieden, wie er sein Amt in der anstehenden Kommunalwahl verteidigen will und was das mit der Zahl 120 zu tun hat.
Foto: Hieronymus Schneider

Großaitingens Bürgermeister Erwin Goßner hat sich entschieden, wie er sein Amt in der anstehenden Kommunalwahl verteidigen will und was das mit der Zahl 120 zu tun hat.

Es sind intensive Tage, die Großaitingens Bürgermeister Erwin Goßner derzeit erlebt. Seitdem die SPD vor einer Woche die 25-jährige Özün Keskin als Bürgermeisterkandidatin nominiert hat, ist viel passiert.

Zur Erinnerung: Vor knapp sechs Jahren errang Goßner als Parteiloser über die SPD-Liste das Bürgermeisteramt. Da er nicht noch einmal auf einem SPD-Listenplatz stehen und damit, wie er selbst sagt, als Stimmenfänger fungieren wollte, entschied sich die Partei für eine neue Kandidatin. Und Goßner überlegte, wie er erneut als Bürgermeister kandidieren kann.

Bürgermeister Erwin Goßner erfährt viel Zuspruch aus der Bevölkerung

„Ich bekam in den vergangenen Tagen von vielen Mitbürgern Zuspruch. Sie haben meine Arbeit gelobt und mich in meiner Entscheidung bestärkt. Das war erfreulich zu sehen und tut wirklich gut“, sagt Goßner. Er selbst sei in den vergangenen Tagen oft wegen der neuen SPD-Kandidatin von Bürgern angesprochen worden, doch zu diesem Thema möchte er wenig bis gar nichts sagen: „Ich habe die Entscheidung der SPD akzeptiert, so läuft das eben in einer Demokratie. Es reden schon genug andere Menschen über dieses Thema, daran muss ich mich nicht auch noch beteiligen.“ Wie es für ihn und seine Kandidatur weitergeht, steht nun fest.

Goßner wird mit einigen Unterstützern eine eigene Wählergruppe gründen, die ihn dann im Rahmen einer Nominierungsversammlung als Kandidaten aufstellt. Nachdem dieser Wahlvorschlag beim Gemeindewahlleiter frühestens am 17. Dezember eingereicht werden kann, würde der Gemeindewahlleiter eine sogenannte Unterstützungsliste in der Gemeindeverwaltung auflegen, in der sich bis spätestens 3. Februar 2020 mindestens 120 wahlberechtigte Großaitinger Bürger eintragen müssen, teilt das Landratsamt auf Nachfrage unserer Zeitung mit. Durch diese 120 Unterschriften soll nach dem Willen des Gesetzgebers die Ernsthaftigkeit eines Wahlvorschlags nachgewiesen werden.

Vermutlich kandidieren 140 Personen für den Gemeinderat in Großaitingen

„Das ist die einzig sichere Lösung, auch wirklich als Bürgermeisterkandidat antreten zu können“, sagt Goßner zu seinem Vorhaben. Zwar könne er auch von einer anderen Partei als Bürgermeisterkandidat nominiert werden, doch darauf möchte er sich nicht verlassen. Er geht derzeit davon aus, dass die anderen Parteien sich entweder neutral verhalten oder eigene Kandidaten aufstellen. Goßners geplante neue Wählergruppe diene allerdings nur dem Zweck, einen Bürgermeister aufzustellen, aber keine Gemeinderäte. Er möchte unabhängig sein, gibt er als einen seiner Beweggründe an. „Außerdem wird es vermutlich sieben Listen mit 140 Personen geben, die für den Gemeinderat kandidieren. Da muss ich nicht um jeden Preis 20 weitere Kandidaten finden“, sagt Goßner.

Ob er seinen Schritt bereue, nicht auf der Liste einer Partei, in diesem Fall der SPD, zu stehen? „Keinesfalls“, bekräftigt Goßner. „Der richtige Weg ist eben manchmal der schwierige.“ Und diesen Weg geht er gerne.

Lesen Sie hier den Artikel zur SPD-Nominierung und die Reaktion Goßners: SPD stellt eigene Bürgermeisterkandidatin auf. So reagiert Goßner

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