1. Startseite
  2. Lokales (Schwabmünchen)
  3. Bürgermeister und Stadtwerke-Chef radeln Tramtrasse ab

Königsbrunn

21.08.2019

Bürgermeister und Stadtwerke-Chef radeln Tramtrasse ab

Bürgermeister Franz Feigl und SWA-Chef Walter Casazza radelten für einen Filmdreh die Straßenbahntrasse ab.
Bild: Anke Maresch

Der Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung der Linie 3 nach Königsbrunn wird in diesen Tagen erwartet. Wie es danach mit dem Projekt weitergeht.

Wo zukünftig die Straßenbahn-Linie 3 durch Königsbrunn fahren wird, war vor Kurzem eine Gruppe mit dem Fahrrad unterwegs: Walter Casazza, Geschäftsführer der Stadtwerke Augsburg, und Bürgermeister Franz Feigl fuhren die Strecke ab und wurden für einen Image- und Informationsfilm zur Linie 3 gefilmt. Wenn der Film fertiggestellt ist, wird er auch auf der städtischen Homepage zu finden sein.

Auf dem 4,6 Kilometer langen Weg von Haunstetten West, über Schulzentrum, Brahmsstraße, Bereitschaftspolizei, Guldenstraße, Brunnenzentrum, Mindelheimer Straße bis zum ZOB in Königsbrunn thematisierten die beiden „Straßenbahn-Radler“ bei den Film-Aufnahmen zahlreiche Aspekte der geplanten Linie: Der vorgesehene 15-Minuten-Takt wird unter der Woche ab 4.45 Uhr täglich fast 20 Stunden eine barrierefreie Verbindung zwischen Königsbrunn und Haunstetten und dann weiter nach Augsburg bieten. Am Samstag gilt der 20-Minuten-Takt. Die Lichtsignalanlagen werden je nach Verkehrsfluss intelligent gesteuert, damit die Fahrgäste stauunabhängig unterwegs sind, und die Busverbindungen werden angepasst. „Auf der gesamten Trasse, die seit Jahrzehnten für die Straßenbahn freigehalten wurde, ist der Lärmschutz für die Anwohner ein wichtiges Anliegen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Einig waren sich Casazza und Feigl, dass die geplante Straßenbahn-Linie die Attraktivität von Königsbrunn zusätzlich stärken wird. Denn der Weg zum Einkaufen oder in die Arbeit, zum Augsburger Hauptbahnhof und in die Innenstadt, zu Freizeitaktivitäten oder zu Berufsschule, Hochschule und Universität wird mit der Linie 3 ökologisch und zeitsparend möglich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Königsbrunn investiert viel Geld in den Lärmschutz für die Anwohner

Der Planfeststellungsbeschluss für die Straßenbahnlinie nach Königsbrunn wird in diesen Tagen erwartet. Im Herbst, Winter 2019/2020 müssen dann die notwendigen Baumfällungen vorgenommen werden, die durch Ersatzpflanzungen ausgeglichen werden. Dieser Zeitplan wird allerdings nur dann eingehalten werden können, wenn es keine Klagen von Anwohnern gegen das Projekt gibt. Diese können allerdings erst eingereicht werden, wenn der Planfeststellungsbeschluss vorliegt. Die Stadt Königsbrunn hat im Vorfeld viel dafür getan, die Wünsche der Anwohner nach einem besseren Lärm- und Sichtschutz zu erfüllen. Man investiert in Gleissysteme, die die Fahrgeräusche besser schlucken. Außerdem werden in den Wohngebieten südlich der Augsburger Straße begrünte Sicht- und Lärmschutzwände gebaut. Bürgermeister Feigl hatte in den Wochen vor den Sommerferien mehrfach Gespräche mit Anwohnern geführt, um deren Sorgen bezüglich der Trasse aufzunehmen.

Kleinere Erkundungsarbeiten sind derzeit entlang der Trasse schon im Gange. Erkennbar sind diese durch pink markierte Pflöcke, die entlang der künftigen Gleisstrecke eingeschlagen wurden. Laut Mitteilung der Stadt dienen diese zur Erkundung der vorhandenen Bestandssparten – wie Strom- oder Wasserleitungen. Hierzu werden in nächster Zeit Suchschlitze erstellt. (AZ/adi)

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren