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Großaitingen

03.02.2019

Bürgerversammlung: Das Rathaus stößt an seine Grenzen

Das Thema Barrierefreiheit hat beim Großaitinger Rathaus nun oberste Priorität.
Bild: Fred Schöllhorn (Archiv)

Großaitingens Bürgermeister Erwin Goßner berichtet über die größten Projekte in den nächsten Jahren. Interessante Entwicklung bei der Einwohnerstatistik.

Bei der Bürgerversammlung in Großaitingen war der große Saal der katholischen Pfarrei St. Nikolaus voll besetzt. Bürgermeister Erwin Goßner berichtete über laufende und künftige Projekte in der Gemeinde: Als Mammutaufgabe über die nächsten Jahrzehnte bezeichnete Goßner die gesicherte Entwässerung über den Vakuumkanal.

Dieses Kanalsystem wurde erstmals 1983 im Gemeindegebiet verbaut und mehrmals erweitert. Die Lebenserwartung des Systems liegt laut Fachleuten bei rund 50 Jahren. Vor diesem Hintergrund sieht sich die Gemeinde in der Pflicht, seinen Bürgern über dieses Zeitfenster hinaus eine ordnungsgemäße und zuverlässige Entwässerung bereitzustellen. Ein Ingenieurbüro wurde beauftragt, Untersuchungen und Analysen des Vakuumsystems einschließlich Grundwasser- und Bodengegebenheiten durchzuführen. Sobald die ersten Ergebnisse und Handlungsempfehlungen vorliegen, werden weitere Schritte unternommen.

Sanierungsmaßnahmen in der Grundschule Großaitingen sind überfällig

In der Grundschule sowie in der Mehrzweckhalle sind Sanierungsmaßnahmen im Sanitärbereich überfällig. Nachdem bislang vergeblich um eine Förderung ersucht wurde und keine Aussicht mehr auf Erfolg besteht, werden jetzt Angebote für die Toiletten und Duschen in den Umkleiden eingeholt.

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Die Bühnentechnik in der Mehrzweckhalle ist teilweise nicht mehr zulässig. Die Licht- und Tonanlage muss deshalb fast komplett erneuert und der Vorhang ausgetauscht werden.

Der Abriss und Neubau der Singoldbrücke an der Krautgartenstraße ist beschlossen und der Baubeginn nur eine Frage der Zeit.

Der Ausbau der Straße an den Sportstätten ist schon lange beschlossen. Das beauftragte Ingenieurbüro hat die Gemeinde allerdings auf einige bislang nicht berücksichtigte Aspekte hingewiesen, die das Projekt verzögern.

Mit der städteplanerischen Gestaltung des Ortskerns wurde ein Planungsbüro beauftragt. Erste Entwürfe werden demnächst erwartet.

Bürger fragen in Großaitingen nach Querungshilfen

Anfragen einiger Bürger bezüglich des Schulwegs oder Querungshilfen erfordern die Ortsbegehung mit den Straßenbauämtern von Kreis und Staat, sowie der Polizei. „Die Entscheidungen der Gemeinde werden sich an den Empfehlungen dieser Behörden orientieren“, sagte Goßner.

Die Betriebserlaubnis der Kläranlage in Reinhartshofen ist erloschen. Voraussetzung für den weiteren Betrieb ist eine Ertüchtigung der technischen Anlagen. Das mit dieser Aufgabe betraute Ingenieurbüro wird der Gemeinde im Februar Vorschläge unterbreiten, welche Möglichkeiten sich anbieten.

Das Rathaus stößt an seine Grenzen. Um allen zukünftigen Anforderungen gerecht zu werden, hat ein Architekt den Auftrag, die Beschaffenheit des Rathauses hinsichtlich Umbau und Erweiterung festzustellen und eine Raum-Nutzen-Analyse zu erstellen. Dabei hat auch das Thema Barrierefreiheit oberste Priorität.

180 Kinder in den Kindergärten von Großaitingen

Kindergarten In den beiden Kindergärten wurden am Jahresende 180 Kinder betreut, davon 92 in St. Walburga und 88 in St. Nikolaus. Die Kindergärten konnten der Nachfrage nach Plätzen überwiegend gerecht werden, im Einzelfall konnten freie Plätze in Oberottmarshausen belegt werden.

Schule Die Grundschule hat mit aktuell 227 Kindern in elf Klassen fast die Stärke wie im Vorjahr. „Die Mittelschule ist und bleibt das Sorgenkind“, sagte Goßner. Bei mittlerweile lediglich 97 Kindern in den Jahrgangsstufen fünf bis neun seien die Klassen zwar erfreulich überschaubar und gut zu unterrichten. Bei einem anhaltenden Schülerrückgang bestehe jedoch die Gefahr, einen Jahrgang nicht mehr abbilden zu können und die Kinder auf den längeren Schulweg in die Mittelschule nach Bobingen schicken zu müssen. Die Offene Ganztagesschule an der Grundschule, wie an der Mittelschule hat sich laut Goßner in den zurückliegenden eineinhalb Jahren hervorragend entwickelt. Insgesamt 104 Kinder werden seit Schuljahresbeginn betreut.

Bauplätze in Reinhartshofen und westlich von Großaitingen-Süd sind im Gespräch

Bauen „Die Gemeinde Großaitingen ist auf dem besten Weg, in Zukunft wieder Bauplätze anbieten zu können. Sowohl im Ortsteil Reinhartshofen, wo über den bereits vorliegenden Bebauungsplan noch mit zwei Anliegern gesprochen werden muss, sowie westlich des Baugebiets Großaitingen-Süd“, blickte Goßner hoffnungsvoll in die Zukunft.

Finanzen Bei der Gesamtbetrachtung der Finanzen des Jahres 2018 zeigt sich ein Plus von rund 1,2 Millionen Euro. „Unsere Gemeinde steht finanziell auf soliden und gesunden Füßen“, fasste Goßner dieses Thema zusammen.

Einwohner Laut Einwohnermeldeamt hatten am 31. Dezember 2018 5176 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Großaitingen. Das ist ein Zuwachs gegenüber dem Vorjahr um 86 Personen. Werden die Personen mit Nebenwohnsitz dazugerechnet, kommt die Gemeinde mit allen Ortsteilen auf 5232 Einwohner. Dabei entfallen auf Großaitingen 4745 Personen, auf Reinhartshofen 325 und auf Hardt 59. Im Gnadental sind 28 und am Bahnhof 19 Personen gemeldet. „Das frühere teilweise bis zu 100 Mann starke Übergewicht ist Geschichte“, stellte der Bürgermeister fest, denn der weibliche Anteil übersteigt mit 2591 erstmals den männlichen mit 2585. Die 54 Geburten des Jahres 2018 waren ein Rekord, in keinem Jahr vorher wurden jemals mehr Kinder geboren.

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