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Oberottmarshausen

31.01.2011

Bundeswehr geht vor Windenergie

Die Nutzung von Windenergie und der Erhalt des Bundeswehrstandortes auf dem Lechfeld sind in Oberottmarshausen zwei Dinge, die im Gemeinderat nicht unabhängig voneinander diskutiert werden können. Von Katja Doblaski

Oberottmarshausen - Die Nutzung von Windenergie und der Erhalt des Bundeswehrstandortes auf dem Lechfeld sind in Oberottmarshausen zwei Dinge, die im Gemeinderat nicht unabhängig voneinander diskutiert werden können.

Denn der einzige Platz für eine Windenergieanlage wäre zugleich die Einflugschneise des Jagdbombergeschwaders 32 (JaboG) auf den Militärflugplatz. Vor etwa fünf Jahren wurde ein Regionalplan erstellt, in dem die Flächen für Windenergie verzeichnet wurden. "Schon damals wurde deutlich, dass Oberottmarshausen auf der Gemeindefläche keine Kapazitäten hat", sagte Bürgermeister Gerhard Mößner. Dennoch werden die erneuerbaren Energien in der Gemeinde nicht vernachlässigt. "Wir sind aufgrund unserer zahlreichen Photovoltaikanlagen energieautark", so Mößner.

Auf dem Oberottmarshauser Gemeindegebiet gäbe es nur eine Fläche, die den Bestimmungen für Windkraftanlagen genügt und den entsprechenden Abstand zur Wohnbebauung einhalten würde. Doch diese Fläche ist identisch mit der Einflugschneise des Militärflugplatzes. Die Errichtung einer Windkraftanlage würde eine entscheidende Behinderung des Flugverkehrs bedeuten und damit der fraktionenübergreifenden Überzeugung zum Erhalt des Bundeswehrsstandorts entgegenstehen.

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"Ehrliches, diplomatisches Miteinander"

"Ein ehrliches, diplomatisches Miteinander war über die Jahrzehnte, auch für meine Vorgänger, immer selbstverständlich", sagte Mößner. In Angelegenheiten, die die Gemeinde und die Bundeswehr gemeinsam betrafen, sei immer zusammengearbeitet worden.

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