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Jubiläum

10.12.2012

Burschen feiern mit Fackelzug und Dampfnudelgebläse

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Seit 100 Jahren gibt es den Langerringer Verein. Altlandrat Karl Vogele wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt

Langerringen Es war eine gute Idee, fand Schirmherr Karl Vogele, „dass ihr die Jubiläumsfeier von der Festwoche getrennt habt, im Bierzelt wäre sie nur untergegangen.“ Und so feierte der Katholische Burschenverein Langerringen sein 100. Jubiläum mit einem Festakt in der Langerringer Turnhalle.

Vorher hatte Pfarrer Sebastian Kandeth gemeinsam mit Altpfarrer Alois Ruf einen Gottesdienst gehalten, der von den Gallusspatzen musikalisch gestaltet worden war. Anschließend gedachte der Verein am Kriegerdenkmal mit den Fahnenabordnungen der Vereine aus Gennach, Langerringen und Schwabmühlhausen sowie der Burschenvereine Großaitingen und Scheuring seiner gestorbenen Mitglieder. Das Dampfnudelgebläse intonierte dazu die passende Musik. Sie leiteten auch den Fackelzug zur Festhalle. Dort begleiteten die Musiker des Dampfnudelgebläses die Feiernden musikalisch durch den Abend.

Stefan Gerum, der noch amtierende Vorsitzende, der den Verein durch das Jubiläumsjahr geleitet hatte, führte durch das Programm, bei dem das Wichtigste zuerst kam: das Essen und Trinken.

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Anschließend standen die Festreden auf der Tagesordnung. An erster Stelle ergriff Schirmherr Altlandrat Karl Vogele das Wort. Später entfuhr ihm dann ein ehrlich überraschtes und vor allem ungläubiges „Nein“, als er vom Vorstandsteam des Burschenvereins zum Ehrenvorsitzenden ernannt wurde.

Bürgermeister Konrad Dobler überbrachte nicht nur Lob und Glückwünsche, sondern auch ein Geldgeschenk der Gemeinde, von dem er augenzwinkernd meinte, er sei sicher, dass es gut angelegt werde. Tobias Harrand, der Vorsitzende des Patenvereins, die Katholische Burschenschaft Großaitingen, machte deutlich, dass diese Patenschaft keine bloße Formalität sei, sondern echte, gelebte Freundschaft, die bereits 90 Jahre überdauert und er hoffe, dass dies mindestens noch einmal so lang so bleibt.

Humorvoller Ausblick auf den Burschenverein in 30 Jahren

Von den Gründungsmitgliedern der zweiten Vereinsgründung im Jahr 1951 nach Ende des Zweiten Weltkrieges war nur Konrad Stork bis zu den Ehrungen geblieben und nahm daher stellvertretend für alle anderen seine Urkunde entgegen. Enger wurde es auf dem Podest, als alle ehemaligen Vorsitzenden von Stefan Gerum eine Urkunde überreicht bekamen. Weil Gerum aber drei Tage später für ein sechsmonatiges soziales Praktikum nach Südamerika reisen wollte, bekam er im Anschluss selbst eine Urkunde von seinem Nachfolger, dem bis dahin zweiten Vorsitzenden Gerhard Ringler, überreicht.

Eine perfekte Überleitung zum gemütlichen Teil des Abends boten Gerhard Ringler senior, Barbara Stork und Marcus Knoll mit einem Sketch, in dem sie einen humorvollen Ausblick auf den Burschenverein in 30 Jahren warfen: Pfarrer Sebastian steht zu seinem Wort und will noch weitere sechs Jahre in der Gemeinde bleiben, um die versprochene Dienstzeit von Altpfarrer Alois Ruf zu erreichen. Die Festmütter sind inzwischen zu Festgroßmüttern geworden und machen sich auf dem Weg, um Stefan Gerum zu besuchen, der noch immer in Südamerika vermutet wird, wo er inzwischen einen katholischen Burschenverein gegründet haben soll.

Dass bei der Verlosung des Weihnachtsbaumes 1000 Euro Spendengelder für das Kinderheim in Córdoba zusammenkamen, freute nicht nur den Überbringer Stefan Gerum, der das Geld selbst zum Kinderheim bei Córdoba bringen wird. (wido)

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