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Allgäu-Schwäbischer-Musikbund

07.03.2018

Chef und Dirigent wechseln beim ASM

Rudi Seitz (links) wurde nach 27 Jahren als Bezirksdirigent verabschiedet und von Jürgen Weber (rechts) zum Ehrendirigenten ernannt.

Vorsitzender Jürgen Weber und Rudi Seitz hören überraschend auf und lösen damit weitere Veränderungen aus

Die Generalversammlung des Bezirks 13 im Allgäu-Schwäbischen Musikbund (ASM) hat erhebliche personelle Veränderungen mit sich gebracht. Doch der scheidende Bezirksvorsitzende Jürgen Weber hatte schon vor der Versammlung im Großaitinger Pfarrsaal die Weichen gestellt und konnte eine Vorschlagsliste mit bewährten Leuten aus den Musikvereinen präsentieren. So verlief die Neuwahl in bestem Einvernehmen und alle Kandidaten wurden von den 36 Vertretern der Musikvereine des Bezirks Schwabmünchen einstimmig gewählt. Jürgen Weber hat den Bezirk, der rund 1800 Musiker in 23 Vereinen mit 42 Kapellen vereinigt, zwölf Jahre lang geführt. Er trat 2006 die Nachfolge seines Vaters Michael Weber an, der seit der Gründung diesen Bezirk zuerst als Jugendleiter und dann 22 Jahre lang als Vorsitzender maßgeblich prägte. Nun endet die Führung des Musikbezirks aus dem kleinen, aber musikalisch sehr bedeutenden Langerringer Ortsteil Gennach. Die Nachfolge Webers tritt nun Herbert Klotz aus Siegertshofen an, der den dortigen Musikverein bereits seit 2001 führt. Zu seinem Stellvertreter wurde Rudi Simacek vom Musikverein Klosterlechfeld gewählt, der bisher schon im Bezirksvorstand tätig war. Klotz sagte in seiner ruhigen Art „Es wird keine großen Veränderungen geben, wir werden in bewährter Weise weitermachen“.

Mit Rudi Seitz geht eine weitere Säule als Bezirksdirigent in den Ruhestand. 27 Jahre hat er dieses Amt ausgeübt und vor allem bei den Wertungsspielen die Entwicklung der Musikkapellen gefördert. Davor war er sechs Jahre lang Jugendleiter und viele heute gestandene Musiker haben bei ihm die Grundlagen gelernt. Rudi Seitz sagte: „In Großaitingen schließt sich für mich der Kreis, denn hier hatte ich meinen ersten Auftritt als Jugendleiter“. Im vergangenen Jahr hat er auch die Bläserprüfungen im Bezirk durchgeführt und mit der von ihm dirigierten Musikkapelle Großaitingen übernahm er auch die musikalische Umrahmung der Versammlung. Nach seinem letzten Tätigkeitsbericht wurde er von Jürgen Weber zum Ehren-Bezirksdirigenten ernannt. Seine Nachfolge tritt nun der bisherige Kassenverwalter Andreas Rest aus Schwabegg an, der schon bei der Musikkapelle Rammingen Dirigentenerfahrung gesammelt hat. Er gab bei seiner Wahl aber gleich bekannt, dass er nach zwölf Jahren als Kassenverwalter nur noch für eine Wahlperiode zur Verfügung stehe. Seine „Beförderung“ zum Bezirksdirigenten zog weitere Veränderungen nach sich. Der bisherige Schriftführer Serto Rojewski aus Bobingen wird nun Kassenverwalter und dessen Posten übernimmt Tina Strixner aus Königsbrunn. Als Bezirksjugendleiter wurde der Bobinger Florian Rossmeisl bestätigt und ihm mit Katharina Heinzler eine junge Stellvertreterin zur Seite gestellt.

Ein Novum ist die Ernennung eines Marschmusikbeauftragten, der zwar in der Satzung nicht offiziell vorgesehen ist, aber von der Versammlung einstimmig bestimmt wurde. Roman Grimme von der Stadtkapelle Bobingen wird die Musikkapellen künftig bei Auftritten in Marschformation beraten und unterstützen. Für das Bezirksjugendblasorchester BJBO 13 ist weiterhin Alexandra Rest die verantwortliche Ansprechpartnerin. Weber dankte den ausscheidenden Beisitzerinnen Franziska Biechele und Martina Stauderer für ihre Arbeit.

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Landrat Martin Sailer dankte dem Musikbezirk für die beständige engagierte Arbeit zur Pflege der schwäbischen Kultur, denn „Heimat drückt sich auch in der Blasmusik aus“. Beim Umbau des Kreisjugendheimes Dinkelscherben werde auch ein großer Probenraum vorgesehen, den die beiden Musikbezirke im Landkreis Augsburg nutzen können, versprach der Landrat. Sowohl Jürgen Weber, als auch Andreas Rest betonten, dass die Arbeit des Musikbezirks ohne die Zuschüsse des Landkreises und des ASM nicht möglich wäre und dankten auch den vielen Sponsoren. Monika Fleschhut überbrachte als Stellvertreterin die Grüße des ASM-Präsidenten Franz Pschierer und kündigte die Einrichtung von Stützpunkten zur Dirigentenausbildung an.

Angela Ehinger, die Schwester des scheidenden Bezirksvorsitzenden Jürgen Weber, vertrat den mit über 3000 Musikern etwas größeren Nachbarbezirk Augsburg und übernahm die Wahlleitung für den brüderlichen Nachbarn. Zu den Wertungsspielen des Jahres 2018, die am 28. April wieder in der Stadthalle Schwabmünchen stattfinden, haben sich bisher 22 Kapellen gemeldet.

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