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19.02.2018

Countrymusik mit Weltklassekünstler

Wieder ein besonderes Erlebnis für die teils von weit her angereisten Country-Fans bot Ray Scott in der voll besetzten Four Corners Music Hall.
Bild: Uwe Bolten

Konzert Ray Scott sorgt beim letzten Auftritt seiner Europatournee im Four Corners für volles Haus. Wie eine britische Künstlerin die Fans verzaubert und was ältere Gäste irritiert

Untermeitingen Von den Temperaturen um den Nullpunkt und den Schneemengen, die Schwabens Straßen zu einem Rutschparcours machten, war in der ausverkauften Four Corners Music Hall nichts zu spüren. Gäste vom Rhein-Main-Gebiet, dem benachbarten Ausland und dem Umkreis scheuten den Weg nicht, um Countrystar Ray Scott auf der letzten Station seiner Europatournee zu hören. Nach Auftritten in der Schweiz und Frankreich war die bekannte Music Hall in Untermeitingen die einzige Station in Deutschland.

Das nahezu zweistündige Programm seiner „Guitar für Sale World Tour“ spiegelte die ganze Bandbreite des sympathischen Country-Stars mit der sonoren Stimme wider. Während andere Künstler schwerpunktmäßig das jeweils aktuelle Album bewerben, nahm Scott die Gäste mit auf eine musikalische Reise durch seine gesamten veröffentlichten Werke.

Die authentische Musik, wie sie in jedem erstklassigen Roadmovie gehört, begeisterte die Gäste von Anfang an. Auch wenn Scotts Stimme manchmal etwas muffig klang, überzeugte er wie vor einem Jahr an selber Stelle. Der Wechsel zwischen Countryrock und klassischem Country kam an. Mike Bourque an der Leadgitarre überzeugte mit seinem souveränen und jederzeit angemessenen Spiel, das mal verzerrt, mal clean, aus seinem Verstärker in den Saal drang. Bassist Thomas Michael, den Besuchern vom vergangenen Jahr gut bekannt, bereitete völlig unaufgeregt mit stoischer Ruhe den Klangteppich auf seinem Fünfsaiter für die Band. Neu in der Band sorgte Jason Schmidt am Schlagzeug gerade bei den älteren Besuchern für Irritation. „Das Schlagzeug knallt so laut, das tut schon weh“, hörte man einige Gäste sagen. Und dies, obwohl nur die Bassdrum mit einem Mikrofon abgenommen wurde.

„Sie ist wohl eine der weltbesten Steelguitar-Künstler“, stellte Ray Scott ein weiteres neues Mitglied der Band vor. Sarah Jory aus England begeisterte sowohl mit gefühlvoll gespielten Flächenklängen als auch mit Soli in Höchstgeschwindigkeit. „Da ist der Hammer. So was habe ich noch nicht gehört“, sagte ein Countryfan aus Schwabmünchen, nachdem Jory ihr Solo in Sechzehntelnoten in dem eh schon schnell gespielten „Folsom Prison Blues“ fehlerfrei beendet hatte. Nicht ohne Grund hat die Britin selber schon mehr als 30 Alben veröffentlicht und ist auf unzähligen Aufnahmen anderer Künstler als Begleitmusikerin zu hören.

Mit Ronny Nash und seiner Band aus Rosenheim als Opener hatte „Big Boss“ Bill Wallace wieder einmal das richtige Gespür bewiesen. Mit rein akustischer Instrumentierung präsentierten die vier Musiker Höhepunkte aus dem großen Schatz der Countryhits. Oliver Groß am Upright Bass und Rolf Schopka am Cajon legten die rhythmische Basis für die warme Stimme Nashs. Die Leadgitarre, von Chris Waldinger rein akustisch gespielt, bot eine tolle Abwechslung zum sonst zu hörenden Telecaster-Sound.

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