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Behördenfunk

27.03.2011

Damit man auch im Landtag Bescheid weiß

Die Delegation aus Schwabegg überreicht im Landtag ihre Unterschriftenliste (von links): Peter Grotz, Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Christine Kamm (Grüne), Max Strehle (CSU), Roland Jauernik, Robert Mayr und Bernhard Pohl (Freie Wähler).
Bild: Foto: Gemeinde Schwabegg

Schwabegger übergeben Protestliste in München

Schwabegg/München Der Protest der Schwabegger ist jetzt auch in München angekommen. Bürger aus dem Ort wehren sich gegen den geplanten Standort für den Behördenfunkmast unweit der Dorfgrenze. Knapp 400 Bürger hatten sich daher in eine entsprechende Unterschriftenliste eingetragen. Die Verantwortlichen der Initiative um Organisator Robert Mayr haben diese nun in München an Vertreter des Bayerischen Landtags übergeben.

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Im Anschluss an eine Sitzung des Ausschusses für Kommunale Fragen und Innere Sicherheit überreichte die Delegation aus Schwabegg die Unterschriften an die Landtagsabgeordneten Helga Schmitt-Bussinger (SPD), Christine Kamm (Grüne) Max Strehle (CSU) und Bernhard Pohl (FW).

Wie berichtet, soll im Südwesten des Schwabmünchner Stadtteils ein rund 40 Meter hoher Sendemast für den deutschlandweiten Behördenfunk errichtet werden. Er ist nur rund 400 Meter vom Ort entfernt. Der Mast, so heißt es, sei notwendig, um den gemeinsamen Digitalfunk für Polizei, Feuerwehren und Rettungsdienste zu betreiben. Er soll ab 2013 die analogen Funksysteme ablösen und die Alarmierung der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben verbessern.

Damit man auch im Landtag Bescheid weiß

Akzeptanz für die Technik des Behördenfunks

Die Bürger in Schwabegg machen sich nun dafür stark, dass der Standort des geplanten Behördenfunkmastes verlegt wird. Sie fordern einen Mindestabstand zur Ortsgrenze von 1200 Meter. Das haben sie auch in einem Schreiben an die Politiker zum Ausdruck gebracht. „Wir wollen mit dieser Aktion nicht Sinn und Wichtigkeit des Behördenfunks infrage stellen“, betonen die Bürger. „Wir wissen und akzeptieren, dass für diese neue Funktechnik auch Standorte benötigt werden.“ Doch die Schwabegger wollen nicht, dass der Mast in der Nähe des historischen Denkmals Haldenburg und unweit ihres Waldlehrpfades steht. Sie fordern einen Standort „versteckt im Wald, sodass das Erscheinungsbild des Ortes nicht beeinträchtigt wird und dass alle gesundheitlichen Bedenken ausgeschlossen werden können“.

Der Schwabmünchner Stadtrat hat sich ebenfalls bereits mit dem Thema befasst. Er hat die Aufstellung des Masts bisher nicht genehmigt. Gespräche mit Behörden sollen folgen. Bei einer Protestveranstaltung hatten bereits rund 70 Bürger vor Ort ihren Unmut kundgetan. Mit dabei war damals auch die Abgeordnete Christine Kamm, die den Schwabeggern Unterstützung zugesagt hat. (monik)

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