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30.07.2019

Das Annafest will mehr Familien mobilisieren

Für viel Aufmerksamkeit sorgten die 28 Kuchen und Torten, die freiwillige Helferinnen für das Annafest bereitstellten.
Bild: Siegfried P. Rupprecht

Das Programm der Pfarrgemeinde kam gut an. Dennoch hatten sich die Organisatoren mehr Besucher erhofft

Für die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats St. Martin, Monika Bögner, gab es diesmal kein Zaudern. „Die umfassende dunkle Wolkendecke gleich zu Beginn des Tages hat mir sogleich signalisiert, dass Teile des heurigen Annafest in die Turnhalle verlagert werden“, erzählt sie. Doch trotz der unsicheren Wetterlage statteten viele Gäste der traditionellen Veranstaltung wieder einen Besuch ab. Die Halle sei voll besetzt gewesen, so Bögner. Dennoch trete das Fest etwas auf der Stelle, schob sie bekümmert nach.

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Dabei startete das Fest zu Ehren der heiligen Anna, der Mutter Mariä, gleich mit einem Höhepunkt. Beim Festgottesdienst in der Pfarrkirche wurden nämlich nicht nur die neuen Ministranten in ihr Amt eingeführt, sondern es kam auch ein musikalisches Erlebnis zu Gehör. Der Kirchenchor unter der Leitung von Daniela Dworschak führte aus der „Vater-unser-Messe“ von Lorenz Maierhofer das Eingangslied „Im Namen des Vaters“ auf, zur Gabenbereitung „Die Speise des Herrn“ und das Agnus-Dei-Lied „O, Du Lamm Gottes“. Das Ensemble meisterte die mit kurzen Solopassagen eingebetteten Kompositionen melodiös und harmonisch zugleich und bewies damit einmal mehr seinen hohen Stellenwert in der örtlichen Kirchenmusik. Nach dem musikalischen Leckerbissen folgten beim anschließenden Frühschoppenkonzert mit der örtlichen Musikkapelle schwungvolle Melodien.

Auch heuer setzte der ausrichtende Pfarrgemeinderat auf die Familien. „Unser Ziel ist, Jung und Alt unter einen Hut zu bringen“, erläutert Monika Bögner. „Wobei wir verstärkt unseren Fokus auf die jungen Familien richten.“ Dementsprechend wurde wieder das Ministrantenteam ins Boot genommen, das unterhaltsame und abwechselnde Spiele anbot. Resonanz fand auch das Kinderschminken. Dort wurde der Nachwuchs mit bunten Farben ins Land der Fantasie entführt, zu Elfen, Spiderman und Co.

Das Annafest will mehr Familien mobilisieren

Eine Handvoll Kinder hielt einen Flohmarkt mit nicht mehr gebrauchten Schätzen ab. Und so manche freuten sich über ihren Verkauf von Büchern, Spiele, Plüschtieren oder Inlineskatern. Das habe das Taschengeld aufgebessert, meinte eine junge Verkäuferin und lachte.

Draußen vor der Halle wartete wieder Karin Hauber mit ihrem Team auf. Ihre Ponys drehten – sehr zur Begeisterung der jungen Reiter – auf der Grünanlage eine Runde. Viel Beachtung fand neben dem Mittagstisch auch die Kuchenrunde. Rund 14 Freiwillige spendierten 28 Kuchen und Torten.

Trotz und gerade wegen des vielschichtigen Angebots hätte das Annafest noch mehr Zustrom verdient, resümierte Monika Bögner. Nach wie vor sei es schwierig, Familien zu mobilisieren. Woran das liege, konnte sie nicht sagen. „Die Musik stimmt, der Unterhaltungsfaktor ebenso, und auch die Tiere seien ein Aspekt, der immer zieht, und dennoch ist es schwierig, mehr Festgäste zu mobilisieren.“ Der Reinerlös der Veranstaltung kommt der aktuellen Sanierung der Martinskirche zugute.

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