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Bobingen

11.07.2019

Das Beste der Kunst aus Bobingen

Eine Schau der Klassischen Moderne? Nein, es sind Arbeiten aus der Kinderkunstschule, die diese Vernissagebesucher bewundern.
Bild: Ingeborg Anderson

Der örtliche Kunstverein widmet der Stadt einen Querschnitt der Arbeiten seiner beruflichen Künstler, der Amateure und der Kindermalschule. Das Ergebnis überrascht schon beim Eintritt.

Bobingen feiert Stadtjubiläum und wir feiern mit“ – das ist das Motto, unter das der Kunstverein seine neue Ausstellung gestellt hat. Sie zeigt in der Galerie im Unteren Schlösschen an der Römerstraße einen Querschnitt durch die künstlerischen Aktivitäten des Vereins.

Kunstvereinsvorsitzender Rainer Ehrhardt verfolgt damit eine Intention: „Wir haben bewusst auf ein Thema verzichtet. Denn es ist ein ‚Best of’ der Mitglieder“ zum Stadtjubiläum,“ sagte er zur Eröffnung im Rondell der Galerie.

Die Malkinder bekommen das Rondell

Gerade im Rondell hat dieses "Best of" viel Luft nach oben. Nicht weil die Qualität der ausgestellten Bilder schlecht wäre, sondern weil hier die jüngsten Künstler des Vereins, die Malkinder der Kunstschule, ausstellen. Und die können ja noch durchaus zu großen Künstlern heranwachsen. Das Ergebnis ist durchaus beachtenswert, wie auch eine Besucherin bemerkt: „Wenn man hereinkommt, könnte man meinen, in einer Ausstellung der Klassischen Moderne zu sein“, stellt sie fest angesichts der Bilder, die nach Werken von Picasso, Miro, Mondrian oder Kandinsky unter der Anleitung der Augsburger Künstlerin Brigitte Steininger entstanden sind.

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Für Rainer Ehrhardt ist gerade die Kinderkunstschule ein wichtiger Faktor im Verein, denn „die Kunst wächst im Laufe des Lebens mit uns“, wie er anlässlich der sehr gut besuchten Vernissage betont. Er hält es für wichtig, dass junge Menschen an Kunst herangeführt werden, ein Verständnis für Kunst entwickeln. In der Vergangenheit war die Unterscheidung zwischen Amateuren und haupt- und nebenberuflich arbeitenden Künstlern des Vereins aufgehoben worden, jetzt aber wird sie wieder vorgenommen. Die Arbeiten der Amateure sind im Gewölbesaal zu finden und die der Profis im Stucksaal.

Wie fürs eigene Schloss

Aber wie ein Rundgang durch die vielgestaltige, facettenreiche Schau zeigt, gibt es in beiden Bereichen Arbeiten auf hohem künstlerischem Niveau. Sei es Malerei, Grafik, Fotografie oder Plastik von realistisch bis abstrakt - es ist für den Betrachter manchmal nicht leicht, zwischen Profi und Amateur zu entscheiden.

So sieht es offenbar auch Rainer Ehrhardt: „Wenn ich ein Schloss hätte wie dieses, würde ich sicher etliche der Bilder dort aufhängen“, unterstreicht er anlässlich der Eröffnung.

Die Ausstellung ist noch bis 26. Juli in der Galerie im Unteren Schlösschen, Römerstraße 73 zu sehen. Geöffnet ist am Mittwoch, Donnerstag und Freitag von 15 bis 18 Uhr und am Sonntag von 14 bis 18 Uhr.

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