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Musik

04.05.2018

Das Frühjahrskonzert wird zur Weltreise

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Das große Orchester mit dem neuen Dirigenten Oliver Stahl verdiente sich besonders großen Applaus.

Beim Blasorchester Königsbrunn zeigen schon die Kleinsten großes Können vor Publikum

Mit mehr frühsommerlichen als frühlingshaften Grüßen begrüßte der Vorsitzende des Blasorchesters Königsbrunn, Walter Schuler, das Publikum in der Grundschule Süd zum diesjährigen Frühjahrskonzert. Das Programm zeigte sich reichhaltig an Altersstufen, aber auch an musikalischer Abwechslung.

Den Einstieg stellten die Bläserklassen der Grundschulen Nord und Süd unter der Leitung von Ulf Kiesewetter. Obwohl die 22 Kinder ihre Instrumente erst im ersten beziehungsweise zweiten Jahr in den Händen halten, trug die Ausbildung schon erste Früchte: Bei ihrem ersten Auftritt vor einem großen Publikum machten alle jungen Musiker einen souveränen Eindruck und zeigten sich nicht nur in einstimmigen Stücken sattelfest, sondern meisterten auch den bekannten Kanon „Der Hahn ist tot“ perfekt.

Die zweite Orchestergruppe stellte das Vororchester der städtischen Musikschule unter der Leitung von Dorothee Kiesewetter. Im Vororchester lernen Musiker ab dem zweiten Ausbildungsjahr, zusammen im Ensemble zu spielen. Beim ersten Stück, „Rattlesnake“ von Paul Lavender, unterstützte sogar noch die Bläserklasse 4. Zu einer besonderen Unterhaltung wurde hierbei die Moderation durch die Stücke: Diese übernahmen nämlich zwei Musiker aus den eigenen Reihen, Sarah Engelmayer und Liliana Graf, die in einem fiktiven Dialog auf dem Pausenhof über ihre Playliste sprachen und diese – mithilfe des Orchesters – anhörten.

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Gerade die Zeitgenossen der Beatles im Publikum freuten sich über den Hit aus dem Jahr 1963 „I Want To Hold Your Hand“, doch auch das Stück „It Started With A Kiss“ von Timothy Travis wurde mit einem großen Applaus belohnt, der nicht zuletzt der grandiosen Solistin am Alt-Saxofon, Sarah Skipiol, zu verdanken war. Das „große“ Orchester bildete den diesjährigen Abschluss und gab dem englischen Sprichwort „last but not least“ seine Berechtigung: Lena Hämmer und Ramona Schuler, wieder selbst Musikanten aus dem Blasorchester, begleiteten das Publikum auf einer musikalischen Reise um die Welt: Den Einstieg machte die African Symphony von Van McCoy, gefolgt von Stücken aus Schottland, Russland, England und Ungarn.

Auf dieser Playlist fanden sich auch zwei Klassiker wieder: Der Zweite Walzer von Dimitri Schostakowitsch und der Ungarische Tanz Nr. 5 von Johannes Brahms – beides Stücke, die das Publikum zwar nicht zum ersten Mal, aber bestimmt schon lange nicht mehr in einer Ausführung von Blasmusik, gehört hatte. Seinem Motto wurde das Blasorchester Königsbrunn während des Konzerts jedenfalls mehr als gerecht, betrachtet man die Tatsache, dass der Applaus des Publikums sogar zwei Zugaben forderte: „Wir machen Musik, weil es Spaß macht – uns und unseren Zuhörern.“ (ermi)

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